Wirkstoff-Profile
498 dokumentiertErgänzer und Phytotherapeutika für die Pferdefütterung — mit Wirkmechanismus, Dosierung, AMG- und FEI-Status sowie Quellen-Attribution.
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
Equiterna Score: Redaktionelle Einordnung der Evidenz- und Sicherheitslage — keine Heilaussage und keine individuelle Empfehlung. Ersetzt keine tierärztliche Beratung.
Magnesium
Magnesiumoxid
Cofaktor für über 300 Enzyme; beteiligt an neuromuskulärer Erregbarkeit und Energiestoffwechsel.
Selen
Natriumselenit
Bestandteil der Glutathionperoxidase; antioxidativer Schutz der Zellmembranen, eng mit Vitamin E verknüpft.
Zink
Zinkchelat
Cofaktor für Keratinsynthese und Immunfunktion; relevant für Haut, Huf und Fell.
Vitamin E
α-Tocopherol
Fettlösliches Antioxidans; schützt Muskel- und Nervenzellmembranen vor oxidativem Stress.
Biotin
Vitamin B7
Coenzym im Fettsäure- und Keratinstoffwechsel; wird mit Hufhornqualität in Verbindung gebracht.
Lysin
L-Lysin
Erste limitierende Aminosäure beim Pferd; essenziell für Muskelproteinsynthese.
Mariendistel
Silybum marianum
Silymarin-Komplex stabilisiert die Hepatozyten-Membran und wirkt antioxidativ.
Brennnessel
Urtica dioica
Mineralstoffreiches Kraut; traditionell zur Unterstützung von Stoffwechsel und Harnwegen verwendet.
Weidenrinde
Salix spp.
Salicin wird zu Salicylsäure metabolisiert — analgetisch/antiphlogistisch, FEI-grenzwertig.
Teufelskralle
Harpagophytum procumbens
Harpagosid mit antiphlogistischer Wirkung; im FEI-Reglement als verbotene Substanz geführt.
MSM
Methylsulfonylmethan
Organische Schwefelquelle; diskutiert zur Unterstützung von Bindegewebe und antioxidativem Status.
Glucosamin
Glucosaminsulfat
Aminozucker und Baustein von Glykosaminoglykanen des Gelenkknorpels.
Leinsamen
Linum usitatissimum
Reich an α-Linolensäure (Omega-3); diskutiert für Hautbarriere und entzündliche Balance.
Lebendhefe
Saccharomyces cerevisiae
Lebendhefe-Zusatz; diskutiert zur Stabilisierung der Faserverdauung im Dickdarm.
Bierhefe
Faex medicinalis
B-Vitamin- und Aminosäurequelle; traditionell zur allgemeinen Versorgung eingesetzt.
Kupfer
Cu
Spurenelement für Bindegewebe, Pigmentierung und Eisenstoffwechsel; eng mit Zink bilanziert.
Iod
Jod
Baustein der Schilddrüsenhormone (T3/T4); steuert Energiestoffwechsel.
Mangan
Mn
Cofaktor für Knorpel- und Knochenstoffwechsel sowie antioxidative Enzyme.
Natriumchlorid
Salz
Wichtigster Elektrolyt für Flüssigkeitshaushalt, Nervenleitung und Schweißverluste.
Vitamin A
Retinol
Fettlösliches Vitamin für Sehvorgang, Epithelgesundheit und Reproduktion.
Vitamin D3
Cholecalciferol
Reguliert Calcium-/Phosphor-Haushalt und Knochenmineralisierung.
Vitamin C
Ascorbinsäure
Wasserlösliches Antioxidans; Cofaktor der Kollagensynthese. Pferd synthetisiert es normalerweise selbst.
Vitamin-B-Komplex
B1 Thiamin
Wasserlösliche Vitamine des Energie- und Nervenstoffwechsels; großteils mikrobiell im Dickdarm gebildet.
Methionin
DL-Methionin
Schwefelhaltige, limitierende Aminosäure; Baustein von Keratin (Huf, Fell).
Threonin
L-Threonin
Essenzielle Aminosäure; nach Lysin/Methionin mit-limitierend für Proteinaufbau.
Mönchspfeffer
Vitex agnus-castus
Dopaminerge Pflanzeninhaltsstoffe; traditionell zur Unterstützung des Hormonhaushalts diskutiert.
Ingwer
Zingiber officinale
Gingerole mit antioxidativen/entzündungsmodulierenden Eigenschaften; traditionell für Gelenk und Verdauung.
Kurkuma
Curcuma longa
Curcumin mit antioxidativen/entzündungsmodulierenden Eigenschaften; orale Bioverfügbarkeit gering.
Baldrian
Valeriana officinalis
Beruhigend wirkende Valerensäure; im FEI-Reglement als verbotene Substanz geführt.
Spitzwegerich
Plantago lanceolata
Schleimstoffe und Iridoide; traditionell zur Reizlinderung der Atemwege.
Thymian
Thymus vulgaris
Ätherische Öle (Thymol); traditionell sekretolytisch/atemwegsunterstützend.
Kamille
Matricaria chamomilla
Bisabolol und Flavonoide; traditionell reizlindernd für Magen-Darm und Haut.
Chondroitinsulfat
Chondroitin
Glykosaminoglykan der Knorpelmatrix; oft mit Glucosamin kombiniert.
Hyaluronsäure
Hyaluronan
Bestandteil der Gelenkschmiere und Knorpelmatrix; oral diskutiert, etabliert v. a. intraartikulär (tierärztlich).
Grünlippmuschel
Perna canaliculus
Liefert Glykosaminoglykane und Omega-3-Fettsäuren (ETA); diskutiert zur Unterstützung des Bewegungsapparats.
Algenöl
Schizochytrium
Pflanzliche Direktquelle für langkettige Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA) ohne Umwandlungsverlust.
Lachsöl
Fischöl
Marine Quelle langkettiger Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA).
Lactobacillus
Milchsäurebakterien
Milchsäurebildende Bakterien; diskutiert zur Stabilisierung der Darmflora.
Spirulina
Arthrospira platensis
Nährstoffdichte Blaualge; diskutiert zur Immun-/Allergie-Modulation (z. B. Sommerekzem).
Hagebutte
Rosa canina
Vitamin-C- und polyphenolreich; Galactolipid (GOPO) in Studien zu Gelenkkomfort untersucht.
Gamma-Oryzanol
Reiskleie-Extrakt
Reiskleie-Sterolester; populär zur Unterstützung von Muskelaufbau/Kondition — Evidenz begrenzt.
L-Tryptophan
Trp
Essenzielle Aminosäure und Vorstufe von Serotonin. Wird in Calming-Ergänzungen eingesetzt, die Studienlage zur Beruhigung beim Pferd ist jedoch widersprüchlich.
Thiamin (Vitamin B1)
Thiaminhydrochlorid
Wasserlösliches B-Vitamin und Coenzym im Kohlenhydrat- und Nervenstoffwechsel. In Calming-Produkten wegen seiner Rolle für eine normale Nervenfunktion enthalten.
Passionsblume
Passiflora incarnata
Traditionelle Heilpflanze mit Flavonoiden, der eine beruhigende, GABAerg modulierende Wirkung zugeschrieben wird. Pferdespezifische Studien fehlen weitgehend.
Hopfen
Humulus lupulus
Heilpflanze mit Bitterstoffen (u.a. 2-Methyl-3-buten-2-ol), der eine beruhigende, schlaffördernde Wirkung zugeschrieben wird. Pferdedaten sind rar.
Lavendel
Lavandula angustifolia
Heilpflanze, deren ätherisches Öl (Linalool, Linalylacetat) über Inhalation/Aromatherapie eine kurzfristige stressmindernde Wirkung beim Pferd zeigt. Orale Evidenz ist schwächer.
Alpha-Casozepin
Lactium
Aus Kuhmilch-Casein gewonnenes bioaktives Peptid mit GABA-A-agonistischer, anxiolytischer Wirkung. WICHTIG: von der FEI als Controlled Medication (Sedativum) gelistet — beim Wettkampfpferd nicht zulässig.
Ashwagandha
Withania somnifera
Ayurvedisches Adaptogen mit Withanoliden, dem stress- und cortisolmodulierende Eigenschaften zugeschrieben werden. Pferdespezifische Evidenz fehlt weitgehend.
Taurin
2-Aminoethansulfonsäure
Schwefelhaltige Aminosulfonsäure mit Funktionen in Membranstabilisierung und Neuromodulation. Wird Calming-Produkten zugesetzt; orale Beruhigungs-Evidenz beim Pferd fehlt.
GABA (Gamma-Aminobuttersäure)
Gamma-Aminobuttersäure
Wichtigster hemmender Neurotransmitter des ZNS. WICHTIG: von der FEI als verbotene Substanz (Banned) gelistet; orale Bioverfügbarkeit über die Blut-Hirn-Schranke ist zudem fraglich.
Vitamin B6 (Pyridoxin)
Pyridoxin
B-Vitamin und Coenzym (Pyridoxalphosphat) im Aminosäure- und Neurotransmitterstoffwechsel — u.a. Cofaktor der Serotonin- und GABA-Synthese.
L-Theanin
Theanin
Nicht-proteinogene Aminosäure aus Grüntee mit beschriebener entspannender, GABA-/Glutamat-modulierender Wirkung. WICHTIG: von der FEI als calming-aktive Aminosäure benannt.
Zitronenmelisse
Melissa officinalis
Traditionelle Heilpflanze mit Rosmarinsäure und ätherischen Ölen, der eine beruhigende, GABA-modulierende Wirkung zugeschrieben wird. Pferdedaten sind begrenzt.
Mädesüß
Filipendula ulmaria
Enthält Salicylate (u. a. Salicin/Methylsalicylat); Salicylsäure unterliegt im FEI-Reglement einem Schwellenwert.
Süßholz
Glycyrrhiza glabra
Glycyrrhizin hemmt die 11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 2; traditionell zur Unterstützung von Magenschleimhaut und Atemwegen.
Löwenzahn
Taraxacum officinale
Bitterstoffe und Kalium; traditionell zur Unterstützung von Gallefluss, Leber-Stoffwechsel und Harnausscheidung.
Artischocke
Cynara scolymus
Caffeoylchinasäuren (u. a. Cynarin) mit choleretischen und antioxidativen Eigenschaften; traditionell zur Unterstützung von Leber und Gallefluss.
Weißdorn
Crataegus monogyna
Oligomere Procyanidine und Flavonoide mit kardiovaskulären Eigenschaften; traditionell zur Unterstützung von Herz und Kreislauf.
Ginkgo
Ginkgo biloba
Flavonglykoside und Terpenlactone (Ginkgolide, Bilobalid) mit antioxidativen und durchblutungsmodulierenden Eigenschaften.
Eibisch
Althaea officinalis
Schleimstoffe (Polysaccharide) mit filmbildenden, reizmildernden Eigenschaften an Schleimhäuten.
Ackerschachtelhalm
Equisetum arvense
Hoher Gehalt an löslicher Kieselsäure (Silizium) und Flavonoiden; traditionell mit aquaretischer Anwendung.
Fenchel
Foeniculum vulgare
Ätherische Öle (trans-Anethol, Fenchon); traditionell karminativ und mild krampflösend im Magen-Darm-Trakt.
Schafgarbe
Achillea millefolium
Bitterstoffe, Flavonoide und ätherisches Öl (Azulene); traditionell appetitanregend und im Magen-Darm-Bereich reizmildernd.
Salbei
Salvia officinalis
Ätherisches Öl (u. a. Thujon, Cineol) und Gerbstoffe; traditionell adstringierend im Mund-/Rachenraum.
Klettenwurzel
Arctium lappa
Inulin, Polyacetylene und Lignane (Arctiin/Arctigenin); traditionell hautpflegend und stoffwechselbegleitend.
Calcium
Ca
Mengenmineralstoff für Knochen und Skelett; unverzichtbar für Muskelkontraktion, Nervenreizleitung und Blutgerinnung.
Phosphor
P
Mengenmineralstoff für Knochen und zentraler Baustein des Energiestoffwechsels (ATP); wirkt nur in Balance mit Calcium.
Kalium
K
Wichtigstes intrazelluläres Elektrolyt; trägt zu Zellfunktion, neuromuskulärer Erregbarkeit und Flüssigkeitshaushalt bei.
Schwefel
S
Bestandteil der schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein; relevant für Keratin in Huf und Fell sowie für Bindegewebe.
Pfefferminze
Mentha x piperita
Ätherische Öle (Menthol); traditionell verdauungsanregend/karminativ und als Schmackhaftmacher.
Rosmarin
Rosmarinus officinalis
Rosmarinsäure und Carnosolsäure mit antioxidativen Eigenschaften; traditionell als Würz- und Kräuterzusatz.
Goldrute
Solidago virgaurea
Flavonoide und Saponine; traditionell aquaretisch zur Durchspülung der Harnwege.
Sanddorn
Hippophae rhamnoides
Vitamin-C-reich, mit Carotinoiden und Omega-7-Fettsäuren; traditionell mit Haut-, Fell- und Schleimhautbezug.
Vitamin B2
Riboflavin
Wasserlösliches B-Vitamin; Baustein der Flavoenzyme FMN und FAD im zellulären Energiestoffwechsel.
Vitamin B12
Cobalamin
Cobalthaltiges B-Vitamin; Coenzym in Blutbildung, Methioninstoffwechsel und Nervenfunktion. Wird beim Pferd cobaltabhängig im Dickdarm mikrobiell gebildet.
Folsäure
Folat
Wasserlösliches B-Vitamin; Coenzym im Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel für DNA-Synthese, Zellteilung und Blutbildung.
Kümmel
Carum carvi
Ätherische Öle (Carvon); traditionell karminativ und blähungslindernd zur Unterstützung der Verdauung.
Anis
Pimpinella anisum
Trans-Anethol als Leitstoff; traditionell karminativ und sekretolytisch/auswurffördernd im Atemwegsbereich.
Ringelblume
Calendula officinalis
Triterpene und Flavonoide; traditionell äußerlich zur Haut- und Wundpflege (topisch).
Cranberry
Vaccinium macrocarpon
Proanthocyanidine (A-Typ-PAC); traditionell Harnwege über Anti-Adhäsion — equine Evidenz dünn.
Traubenkern
Vitis vinifera
Oligomere Proanthocyanidine (OPC) aus dem Kern; antioxidative Radikalfänger. Nur Kern-Extrakt, nicht ganze Trauben.
Luzerne
Alfalfa
Eiweiß- und calciumreiches Leguminosen-Raufutter mit gutem Lysin-Gehalt; magenpuffernde Wirkung wird diskutiert.
Kürbiskerne
Cucurbita pepo
Zinkreiche Samen mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren; traditionell verwendet, equine Endpunkt-Evidenz dünn.
Flohsamen
Psyllium
Quellfähige Schleimstoffe (Arabinoxylane) der Samenschale; binden Wasser zu einem Gel und werden traditionell zur Darmpassage und Sandbindung eingesetzt.
Schwarzkümmel
Nigella sativa
Samen mit Thymochinon und ätherischem Öl; traditionell zur Unterstützung von Immunsystem, Haut und Atemwegen.
Aronia
Aronia melanocarpa
Beeren mit hohem Gehalt an Anthocyanen und Polyphenolen; antioxidativ und durch Gerbstoffe adstringierend.
Heidelbeere
Vaccinium myrtillus
Beeren mit Anthocyanen; traditionell zur antioxidativen Unterstützung von Augen und Gefäßen.
Rhodiola
Rhodiola rosea
Adaptogen mit Rosavinen und Salidrosid; in humanen Studien mit Stressresistenz und reduzierter Ermüdung assoziiert. Pferdespezifische Evidenz fehlt.
Chlorella
Chlorella vulgaris
Einzellige Süßwasser-Mikroalge mit hohem Gehalt an Chlorophyll, Protein und Mikronährstoffen; traditionell als Nährstoff- und Vitalstofflieferant.
Oregano
Origanum vulgare
Ätherisches Öl mit Carvacrol und Thymol; traditionell verdauungsfördernd, in vitro antimikrobiell.
Wermut
Artemisia absinthium
Bitterstoffe (Absinthin) und ätherisches Öl; traditionell appetit-/verdauungsanregend. Enthält neurotoxisches Thujon — nur kurz und niedrig dosiert.
Kelp
Ascophyllum nodosum
Iodreiche Braunalge mit Mineralstoffen und Spurenelementen. Iodgehalt hoch und stark schwankend — Überdosierung stört die Schilddrüse.
Astaxanthin
Haematococcus pluvialis
Carotinoid aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis; in vitro und in Humanstudien starkes Antioxidans. Equine Endpunkt-Daten dünn.
Ginseng
Panax ginseng
Ginsenoside; adaptogen, in Humanstudien gegen Stress/Ermüdung. Equine Wirksamkeitsevidenz fehlt; leistungsbeeinflussend diskutiert — FEI/Turnier prüfen.
Acerola
Malpighia emarginata
Sehr vitamin-C-reiche Frucht; liefert Ascorbinsäure als natürliche Quelle. Das Pferd synthetisiert Vitamin C jedoch selbst in der Leber, weshalb der Bedarf in der Regel gedeckt ist.
Granatapfel
Punica granatum
Liefert Polyphenole (Ellagitannine, u. a. Punicalagin) und Anthocyane mit in vitro und im Humanmodell beschriebener antioxidativer Aktivität.
Rote Beete
Beta vulgaris
Quelle von Nitrat (in Humansportstudien mit NO-Stoffwechsel und Durchblutung diskutiert) sowie von Betalainen mit antioxidativer Aktivität. Equine Leistungsdaten fehlen.
Gerstengras
Hordeum vulgare (Blattgras)
Junges Blattgras der Gerste; chlorophyll-, vitamin- und mineralstoffreich, traditionell als Vitalstofflieferant genutzt.
Weizengras
Triticum aestivum (Blattgras)
Junges Blattgras des Weizens; chlorophyll- und nährstoffreich, traditionell als Vitalstofflieferant verwendet.
Hafergras
Avena sativa (Grünhafer)
Junges Grünhafer-Kraut; traditionell als mildes Nerventonikum und Vitalstofflieferant verwendet.
Hanfsamen
Cannabis sativa (Samen)
Liefert Fettsäuren in einem günstigen Omega-3:Omega-6-Verhältnis (ca. 1:3, inkl. GLA) sowie hochwertiges Protein.
Chiasamen
Salvia hispanica
Reich an Alpha-Linolensäure (pflanzliches Omega-3) sowie an Schleimstoffen und Ballaststoffen.
Sonnenblumenkerne
Helianthus annuus
Energie- und fettreich, Omega-6-betont (Linolsäure) und reich an Vitamin E.
Bibernelle
Pimpinella saxifraga
Saponine und ätherisches Öl der Wurzel; traditionell sekretolytisch zur Unterstützung der Atemwege.
Esparsette
Onobrychis viciifolia
Kondensierte Tannine in einem schmackhaften Leguminosen-Raufutter; diskutierter Einfluss auf Strongyliden und Eiweißschutz (überwiegend Wiederkäuer-/In-vitro-Daten).
Petersilie
Petroselinum crispum
Ätherisches Öl (Apiol/Myristicin) und Vitamine; traditionell verwendet — in Trächtigkeit jedoch sicherheitskritisch.
Chicoréewurzel
Cichorium intybus
Inulin (präbiotischer Ballaststoff) und Bitterstoffe; traditionell verdauungsfördernd — Inulin ist jedoch ein Fruktan.
Lithothamnium
Lithothamnium calcareum
Calciumreiche, kalkbildende Rotalge als Calcium-/Mineralquelle; magenpuffernde Wirkung wird diskutiert.
Schwarze Johannisbeere
Ribes nigrum
Anthocyane und Vitamin C in der Frucht, GLA im Samenöl; antioxidativ, traditionell verwendet.
Leinöl
Linum usitatissimum (Öl)
Pflanzenöl mit hohem Anteil Alpha-Linolensäure (ALA, Omega-3); Fettsäureprofil zugunsten Omega-3.
Hanföl
Cannabis sativa (Samenöl)
Hanfsamenöl mit günstigem Omega-3:6-Verhältnis (~1:3) und Gamma-Linolensäure (GLA).
Olivenöl
Olea europaea (Öl)
Ölsäure-reiches Öl (Omega-9), milder Energieträger mit Polyphenolen; meist gut verträglich.
Kokosöl
Cocos nucifera (Öl)
Reich an mittelkettigen gesättigten Fettsäuren (MCT); schnell verfügbarer Energieträger.
Schwarzkümmelöl
Nigella sativa (Öl)
Aus Schwarzkümmelsamen gepresstes fettes Öl mit Thymochinon und ätherischen Anteilen; traditionell zur Unterstützung von Immunsystem, Haut und Atemwegen.
Nachtkerzenöl
Oenothera biennis (Öl)
Samenöl mit hohem Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA, eine Omega-6-Fettsäure); traditionell zur Unterstützung von Haut und Fell.
Borretschöl
Borago officinalis (Öl)
Samenöl mit dem höchsten natürlichen Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA); traditionell zur Unterstützung von Haut und Fell. Nur gereinigtes, PA-armes Öl verwenden.
Quercetin
Flavonol
Pflanzliches Flavonol mit antioxidativen und in vitro entzündungsmodulierenden Eigenschaften; orale Bioverfügbarkeit gering.
Resveratrol
trans-Resveratrol
Stilben-Polyphenol (aus Trauben/Knöterich) mit antioxidativen Eigenschaften; im Pferdesport als Gelenk-/Regenerationssupplement vermarktet.
Beta-Carotin
Provitamin A
Carotinoid und Vitamin-A-Vorstufe mit antioxidativen Eigenschaften; für die Fruchtbarkeit der Stute diskutiert.
Lutein
Xanthophyll
Xanthophyll-Carotinoid mit antioxidativen Eigenschaften; reichert sich im Auge (Makula/Netzhaut) an.
Pektin
Apfelpektin
Löslicher Ballaststoff und Schleimbildner; oft mit Lecithin zur Unterstützung der Magenschleimhaut kombiniert.
Beta-Glucane
Beta-1,3/1,6-Glucane
Zellwand-Polysaccharide (Hefe/Hafer/Pilze); lösliche Faser mit immunmodulierenden Eigenschaften in vitro und im Tiermodell.
Arginin
L-Arginin
Semi-essenzielle Aminosäure und Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO); an Durchblutung und Ammoniakentgiftung beteiligt.
Glutamin
L-Glutamin
Bedingt-essenzielle Aminosäure; wichtiges Energiesubstrat für Darmschleimhaut- und Immunzellen.
Bacillus subtilis
sporenbildendes Probiotikum
Sporenbildendes Probiotikum; magensäure- und lagerstabil, diskutiert zur Stabilisierung der Darmflora und Faserverdauung.
EPA (Eicosapentaensäure)
C20:5 n-3
Langkettige Omega-3-Fettsäure, die Arachidonsäure aus Membranphospholipiden verdrängt und die Bildung weniger entzündlicher 3-Serien-Eicosanoide sowie EPA-Resolvine begünstigt.
DHA (Docosahexaensäure)
C22:6 n-3
Längste Omega-3-Fettsäure, die sich in neuronalem Gewebe, Retina und Spermienmembranen anreichert und dort die Membranfluidität mitbestimmt.
ALA (Alpha-Linolensäure)
C18:3 n-3
Pflanzliche Omega-3-Basisfettsäure aus Gras und Leinsaat, die nur in geringem Umfang zu EPA/DHA umgewandelt und überwiegend zur Energiegewinnung oxidiert wird.
GLA (Gamma-Linolensäure)
C18:3 n-6
Omega-6-Fettsäure mit paradox anti-entzündlichem Profil, da sie über DGLA bevorzugt in 1-Serien-Prostaglandine (PGE1) statt in Arachidonsäure-Metabolite fließt.
Leucin
L-Leucin
Verzweigtkettige essenzielle Aminosäure, die als Signalmolekül den mTORC1-Weg aktiviert und die Initiation der Muskelproteinsynthese anstößt.
Histidin
L-Histidin
Essenzielle Aminosäure und Vorstufe des Muskel-Dipeptids Carnosin, das als intrazellulärer pH-Puffer und Antioxidans wirkt.
American Ginseng
Panax quinquefolius
Ginsenosid-reiches Adaptogen; moduliert HPA-Achse und Stressantwort, wird traditionell zur Unterstuetzung von Vitalitaet und Belastbarkeit diskutiert.
Astragalus (Tragant)
Astragalus membranaceus
Polysaccharid- und Saponin-reiche Wurzel; wird traditionell (TCM) zur Unterstuetzung von Immunfunktion und Belastbarkeit diskutiert (Tonisierung des Qi).
Jiaogulan
Gynostemma pentaphyllum
Gypenosid-reiche Kletterpflanze mit ginsenosid-aehnlichen Saponinen; wird traditionell zur Unterstuetzung von Kreislauf, Antioxidationsstatus und Belastbarkeit diskutiert.
Schisandra
Schisandra chinensis
Lignan-reiche Beere; wird traditionell adaptogen zur Unterstuetzung von Leber, mentaler Belastbarkeit und Stressadaptation diskutiert.
Shatavari
Asparagus racemosus
Saponin-reiche Wurzel mit phytoestrogenen Komponenten; wird traditionell (Ayurveda) zur Unterstuetzung von Reproduktion, Laktation und Belastbarkeit diskutiert.
Tulsi (Heiliges Basilikum)
Ocimum tenuiflorum
Aromatisches Kraut mit Eugenol/Ursolsaeure/Rosmarinsaeure; wird traditionell adaptogen zur Unterstuetzung der Stressadaptation und Antioxidation diskutiert.
Guduchi (Tinospora cordifolia)
Tinospora cordifolia
Immunmodulierendes Ayurveda-Adaptogen; aktiviert Makrophagen und moduliert Zytokine (bislang v.a. Nager-/In-vitro-/Humandaten).
Zimt
Cinnamomum cassia (Cassia-/China-Zimt)
Cinnamaldehyd-reiche Gewuerzrinde; diskutierte insulinsensibilisierende/antioxidative Effekte - Cassia enthaelt hepatotoxisches, antikoagulatorisches Cumarin.
Brahmi
Bacopa monnieri
Nootropes Ayurveda-Kraut; Bacoside-vermittelte Antioxidation, Acetylcholinesterase-Hemmung und Modulation cholinerger/serotonerger Systeme (Human-/Nagerdaten).
Goji-Beere
Lycium barbarum
Antioxidative Beere; Lycium-barbarum-Polysaccharide (LBP), Zeaxanthin und Betain - dokumentierte Interaktion mit Antikoagulanzien.
Notoginseng
Panax notoginseng
Kreislaufwirksames Ginseng-Kraut; Notoginsenoside regulieren Haemostase bidirektional (Ft1 pro-, Fc antiaggregatorisch) und die Durchblutung.
Arabischer Weihrauch
Boswellia sacra
Boswelliasaeure-reiches Harz; AKBA hemmt selektiv die 5-Lipoxygenase (Leukotrien-Synthese) und NF-kB - Schwesterart von Boswellia serrata.
Marshmallow Root / Eibischwurzel
Althaea officinalis L.
Hochmolekulare Schleimpolysaccharide (Rhamnogalacturonan) bilden einen protektiven Film auf gereizten Schleimhaeuten (demulzent).
Königskerze
Verbascum thapsus L.
Kombination aus Schleimstoffen (demulzent) und Triterpensaponinen (traditionell sekretolytisch/expektorierend).
Olivenblatt
Olea europaea L.
Das Sekoiridoid Oleuropein und Hydroxytyrosol wirken als Radikalfaenger (antioxidativ) und mild vasomodulierend.
Aloe vera
Aloe barbadensis Miller
Entaloiniertes Innengel (Polysaccharid Acemannan) wirkt schleimhautprotektiv/reizmildernd; aloinhaltiges Latex dagegen ist ein drastisches Laxans.
Aloe ferox
Aloe ferox Miller
Anthranoid-Glykoside (v. a. Aloin/Barbaloin, Aloe-Emodin) hemmen die Wasser-/Elektrolytresorption im Kolon und stimulieren die Peristaltik - drastisches Stimulanzlaxans.
Beifuß
Artemisia vulgaris L.
Bitterstoffe und aetherisches Oel regen traditionell Verdauungssekrete an; das thujonhaltige Oel ist in Menge neurotoxisch.
Majoran
Origanum majorana L.
Aetherisches Oel (Terpinen-4-ol, cis-Sabinenhydrat, Linalool) wirkt karminativ/spasmolytisch, dazu antioxidative Phenole.
Wiesensalbei
Salvia pratensis L.
Gerbstoffe (Rosmarinsaeure/Salvianolsaeuren) wirken adstringierend/antioxidativ; das aetherische Oel kann Thujon enthalten.
Boswellia (Weihrauch)
Boswellia serrata Roxb.
Boswelliasaeuren hemmen selektiv die 5-Lipoxygenase und daempfen so die Leukotrien-vermittelte Entzuendungskaskade.
Teufelskralle südafrikanisch
Harpagophytum procumbens DC.
Iridoidglykoside (Harpagosid) daempfen COX-2- und LOX-vermittelte Entzuendungsmediatoren sowie die Zytokin-Freisetzung.
Cat's Claw / Katzenkralle
Uncaria tomentosa (Willd.) DC.
Pentazyklische Oxindol-Alkaloide und Polyphenole modulieren die Immunantwort und hemmen NF-kappaB/TNF-alpha-vermittelte Entzuendung.
Slippery Elm / Rotulme
Ulmus rubra Muhl.
Wasserloesliche Schleimpolysaccharide bilden einen viskoesen Film, der Schleimhaeute mechanisch umhuellt und reizmindernd wirkt (Demulzens).
Artischockenblatt
Cynara scolymus L.
Caffeoylchinasaeuren (Cynarin) und Flavonoide (Luteolin) foerdern Gallefluss und antioxidativen Leberzellschutz.
Echinacea
Echinacea purpurea (L.) Moench
Alkamide, Polysaccharide und Cichoriensaeure stimulieren die unspezifische Immunabwehr (Phagozytose, Neutrophilenfunktion).
Moringablatt
Moringa oleifera Lam.
Naehrstoffdichte Blattmatrix mit Flavonoiden und Phenolsaeuren steigert die antioxidative Kapazitaet und liefert Protein/Mineralstoffe.
Zitronenmelisse
Melissa officinalis L.
Rosmarinsaeure hemmt die GABA-Transaminase und moduliert GABAerge Signale - beruhigend und magen-darm-entspannend.
Bockshornklee
Trigonella foenum-graecum L.
Schleimstoffe, Bitterstoffe und Saponine (Diosgenin, 4-Hydroxyisoleucin) foerdern Appetit und umhuellen die Magenschleimhaut.
Maca
Lepidium meyenii Walp.
Glucosinolate/Macamide und eine naehrstoffdichte Knollenmatrix werden mit adaptogener Vitalitaets- und Hormonbalance-Unterstuetzung assoziiert.
Isoleucin
Ile
Verzweigtkettige (BCAA) essenzielle Aminosaeure, die direkt in der Muskulatur verstoffwechselt wird und an Muskelproteinsynthese und Glukose-Aufnahme beteiligt ist.
Valin
Val
Verzweigtkettige (BCAA) essenzielle Aminosaeure, im Muskelstoffwechsel als Substrat fuer Energiegewinnung und Proteinaufbau beteiligt.
Phenylalanin
Phe
Essenzielle aromatische Aminosaeure und Ausgangsstoff fuer Tyrosin, das wiederum Vorstufe von Katecholaminen (Dopamin, Noradrenalin) und Schilddruesenhormonen ist.
Glycin
Gly
Kleinste, nicht-essenzielle Aminosaeure; Baustein von Kollagen, Glutathion und Kreatin und beteiligt an der Konjugation im Leberstoffwechsel.
Prolin
Pro
Nicht-essenzielle Aminosaeure mit zyklischer Struktur; zentraler Baustein der Kollagen-Tripelhelix und damit der Bindegewebsfestigkeit.
Glutaminsäure
Glu
Nicht-essenzielle Aminosaeure und haeufigste AS in Futterproteinen; Drehscheibe im Aminosaeuren-/Stickstoffstoffwechsel und wichtige Energiequelle der Darmzellen.
Cystein
Cys
Schwefelhaltige, semi-essenzielle Aminosaeure; Baustein von Keratin (Huf, Haar) und der Glutathion-Synthese - der limitierende Vorlaeufer ist jedoch Methionin.
Tyrosin
Tyr
Bedingt essenzielle Aminosaeure (aus Phenylalanin bildbar); Vorstufe von Katecholaminen, Schilddruesenhormonen und Melanin.
Serin
Ser
Nicht-essenzielle, koerpereigen synthetisierbare Aminosaeure; Baustein und Lieferant im Ein-Kohlenstoff-(Folat-)Stoffwechsel.
Alanin
Ala
Nicht-essenzielle, koerpereigen synthetisierbare Aminosaeure; zentral im Glukose-Alanin-Zyklus (Gluconeogenese und Stickstofftransport).
Asparaginsäure
Asp
Nicht-essenzielle, koerpereigen synthetisierbare Aminosaeure; beteiligt an Harnstoffzyklus, Nukleotidsynthese und Malat-Aspartat-Shuttle.
Ornithin
Orn
Kurzprofil im AusbauNicht-proteinogene Aminosaeure, physiologisch beteiligt am Harnstoffzyklus (Ammoniak-Entgiftung).
Linolsaeure
LA
Essenzielle Omega-6-Fettsaeure (C18:2 n-6), die das Pferd nicht selbst bildet; Baustein der Zellmembran- und Hautbarriere-Lipide. Praxisrelevant ist vor allem das Omega-6:3-Verhaeltnis der Ration.
Oelsaeure
C18:1 n-9
Einfach ungesaettigte Omega-9-Fettsaeure (C18:1 n-9), nicht essenziell (koerpereigen bildbar), primaer Energietraeger und oxidationsstabiler als mehrfach ungesaettigte Fettsaeuren.
Stearinsäure
C18:0
Kurzprofil im AusbauLangkettige gesaettigte Fettsaeure, primaer energieliefernd.
Palmitinsäure
C16:0
Kurzprofil im AusbauHaeufigste gesaettigte Fettsaeure, energieliefernd und Membranbestandteil.
Buttersaeure
Butyrat
Kurzkettige Fettsaeure (C4, SCFA) und wichtigster Energietraeger der Dickdarm-Schleimhautzellen (Kolonozyten). Beim Pferd entsteht Butyrat endogen bei der mikrobiellen Faserfermentation im Dickdarm.
Laurinsaeure
C12:0
Mittelkettige gesaettigte Fettsaeure (C12, MCFA) und Hauptkomponente von Kokosoel; rasch energieverwertbar und in vitro antimikrobiell. Beim Pferd praktisch nicht untersucht.
Camelinaöl
Leindotteroel
Pflanzenoel aus Leindottersaat mit rund 30-40 % Alpha-Linolensaeure (ALA, 18:3 n-3). Senkt das n-6:n-3-Verhaeltnis im Plasma und liefert 37 MJ/kg verdauliche Energie - liefert aber selbst kein EPA oder DHA.
Disteloel
Safloroel
Pflanzenoel aus der Faerberdistel (Saflor) mit sehr hohem Linolsaeure-Anteil (Omega-6, oft 70-78 %). Energiedicht, aber stark n-6-lastig - verschiebt das Omega-6:3-Verhaeltnis der Ration.
Cellulose
Beta-1,4-Glucan-Ballaststoff
Kurzprofil im AusbauUnverdauliches Struktur-Polysaccharid, das im Dickdarm mikrobiell zu kurzkettigen Fettsaeuren fermentiert wird.
Hemicellulose
Xylane/Mannane (Zellwand)
Kurzprofil im AusbauHeterogene Zellwand-Polysaccharide, die im Dickdarm meist besser fermentierbar sind als Cellulose.
Lignin
Lignocellulose (Ligninanteil)
Kurzprofil im AusbauNahezu unfermentierbarer, phenolischer Zellwand-Baustein, der als Ballast Passage und Kotstruktur beeinflusst.
Fructooligosaccharide (FOS)
Oligofruktose
Kurzkettige, im Duenndarm unverdauliche Fruktane, die als praebiotisches Substrat selektiv Dickdarmbakterien foerdern. Wirkung stark dosisabhaengig: moderate Mengen praebiotisch, grosse Fruktan-Lasten sind ein Rehe-Ausloeser.
Mannan-Oligosaccharide (MOS)
MOS
Aus der Zellwand von Saccharomyces cerevisiae gewonnene Mannan-Oligosaccharide; binden ueber mannosespezifische (Typ-1-Fimbrien-) Lektine adhaesive Keime wie E. coli/Salmonella und koennen so das Darmmilieu modulieren - kaum fermentierbar.
Galactooligosaccharide (GOS)
GOS
Kurzprofil im AusbauGalactose-basierte praebiotische Oligosaccharide, die im Dickdarm bifidogen fermentiert werden.
resistente Stärke
resistant starch
Staerkefraktion, die der Amylase-Verdauung im Duenndarm entgeht und erst im Dickdarm mikrobiell fermentiert wird. Liefert dort Substrat fuer kurzkettige Fettsaeuren - kann aber bei zu grosser Menge dieselbe Uebersaeuerungskaskade ausloesen wie jede unverdaute Getreidestaerke.
Apfelfaser
Apfeltrester-Faser
Getrockneter, entzuckerter Apfeltrester mit hohem Pektinanteil. Pektin bindet Wasser, bildet viskose Gele und wird im Dickdarm rasch und weitgehend ohne Saeurespitzen fermentiert.
Ruebenschnitzelfaser
unmelassierte Ruebenschnitzel
Entzuckerte, pektinreiche Faser aus Zuckerrueben; im Dickdarm hochfermentierbar zu kurzkettigen Fettsaeuren (v.a. Butyrat). Liefert Energie ueber mikrobielle Faserverdauung statt ueber Staerke/Zucker.
Haferfaser
Haferschalen-Faser
Kurzprofil im AusbauFaser aus Haferschalen/-kleie mit unloeslichem Geruest und teils loeslichem beta-Glucan.
Bambusfaser
Bambus-Lignocellulose
Kurzprofil im AusbauUeberwiegend unloesliche, kaum fermentierbare Lignocellulose-Faser mit hoher Wasserbindung.
Bifidobacterium spp.
Bifidobakterien
Kurzprofil im AusbauLebende, milchsaeure-/acetatbildende Bakterien, die als Probiotikum das saccharolytische Darmmilieu unterstuetzen sollen.
Enterococcus faecium
E. faecium (zugelassener Futterzusatzstoff)
In der EU als zootechnischer Futterzusatzstoff (Darmflorastabilisator) zugelassenes Probiotikum; soll ueber Besiedlung und Fermentation das Darmmilieu stuetzen. Equine klinische Evidenz ist begrenzt.
Bacillus licheniformis
Bacillus-Sporen-Probiotikum
Kurzprofil im AusbauSporenbildendes Probiotikum, dessen lager-/hitzestabile Sporen im Darm auskeimen und das Milieu modulieren sollen.
Postbiotika
inaktivierte Mikroorganismen
Kurzprofil im AusbauNicht-lebende mikrobielle Zellbestandteile und Stoffwechselprodukte, die Darmmilieu und lokale Immunfunktion modulieren sollen.
Fermentierte Pflanzen
fermentierte Pflanzenextrakte
Kurzprofil im AusbauMikrobiell fermentierte Pflanzen mit organischen Saeuren, Metaboliten und teils lebenden Kulturen zur Milieuunterstuetzung.
Hefezellwände
Hefezellwand-Fraktion
Zellwandfraktion inaktivierter Bierhefe aus Mannanoligosacchariden (MOS) und Beta-Glucanen. MOS bindet Typ-1-Fimbrien tragende Bakterien im Darmlumen, Beta-Glucane interagieren mit Rezeptoren des angeborenen Immunsystems.
Beta-Glucan-Komplexe
beta-1,3/1,6-Glucane
Kurzprofil im AusbauZellwand-Polysaccharide (Hefe/Pilz/Getreide), denen immunmodulierende und teils praebiotische Effekte zugeschrieben werden.
Mannan-Komplexe
Mannan-Oligosaccharid-Komplexe
Kurzprofil im AusbauMannosereiche Zellwand-Komplexe der Hefe, die adhaesive Keime binden und das Darmmilieu modulieren sollen.
Fermentierte Kräuter
fermentierte Kraeutermischungen
Kurzprofil im AusbauMikrobiell fermentierte Kraeuter mit organischen Saeuren und Metaboliten zur Milieuunterstuetzung.
Präbiotische Pflanzenfasern
prebiotic plant fibres
Kurzprofil im AusbauSammelbegriff fermentierbarer Pflanzenfasern (z. B. Pektine, Inulin, Fruktane), die selektiv nuetzliche Dickdarmflora foerdern.
Mikrobiom-Metaboliten
mikrobielle Metaboliten
Kurzprofil im AusbauVon Darmbakterien gebildete Stoffwechselprodukte (u. a. kurzkettige Fettsaeuren), denen milieu- und barrierestuetzende Effekte zugeschrieben werden.
Amylase
Alpha-Amylase
Spaltet Staerke (alpha-1,4-Bindungen) zu Malzzucker/Dextrinen und soll die Duenndarm-Staerkeverdauung stuetzen; equine Datenlage duenn.
Protease
Peptidase
Spaltet Proteine an Peptidbindungen zu Peptiden und freien Aminosaeuren; beim Pferd praktisch keine kontrollierten Wirksamkeitsdaten.
Lipase
Triacylglycerol-Lipase
Spaltet Triglyceride zu freien Fettsaeuren und Mono-/Diglyceriden und foerdert die Fettabsorption; beim Pferd ohne belegten Nutzen.
Cellulase
Endo-1,4-beta-Glucanase
Kurzprofil im AusbauSpaltet Cellulose (beta-1,4-Bindungen) in Cellobiose und Glucose und zielt auf den Faseraufschluss.
Xylanase
Endo-1,4-beta-Xylanase
Spaltet Arabinoxylane (Hemicellulose) der Getreide-Zellwaende und senkt die Verdauungsviskositaet; beim Pferd uneinheitlich wirksam.
Phytase
Phytat-Phosphatase
Spaltet pflanzliches Phytat und setzt gebundenen Phosphor sowie Kationen (Ca, Zn) frei; beim Pferd durch die Dickdarm-Mikrobiota weitgehend uebernommen.
Pektinase
Polygalacturonase
Kurzprofil im AusbauSpaltet Pektine der pflanzlichen Zellwand und unterstuetzt den Aufschluss pektinreicher Futtermittel.
Beta-Glucanase
1,3-1,4-beta-Glucanase
Spaltet Beta-Glucane aus Getreide-Zellwaenden (v.a. Gerste/Hafer) und senkt die Darmviskositaet; beim Pferd ohne belastbare Wirksamkeitsdaten.
Hemicellulase
Hemicellulose-Enzyme
Kurzprofil im AusbauSammelbegriff fuer Enzyme, die Hemicellulosen der Zellwand (u. a. Xylane, Mannane) abbauen.
Multi-Enzym-Komplexe
Enzymkomplex
Kurzprofil im AusbauKombinierte Praeparate mit staerke-, protein-, fett- und faserabbauenden Enzymaktivitaeten.
Dunaliella
Dunaliella salina
Kurzprofil im AusbauHalophile Mikroalge mit sehr hohem Gehalt an natuerlichem Beta-Carotin und weiteren Carotinoiden.
Chlorophyll
Chlorophyllin
Kurzprofil im AusbauGruener Blattfarbstoff aus Pflanzen und Algen; wird traditionell als Antioxidans und Geruchsbinder diskutiert.
Meeresalgen-Mineralkomplexe
Lithothamnium calcareum
Kurzprofil im AusbauKalk- und Braunalgen als natuerliche Quelle fuer Calcium, Magnesium und Spurenelemente.
Gerstengrassaft
Junges Gerstengras
Saft/Pulver aus jungem Gerstengras mit Chlorophyll, Carotinoiden, C-Glykosyl-Flavonen (Saponarin/Lutonarin) und Vitaminen; antioxidative Aktivitaet in vitro, belastbare Belege beim Pferd fehlen.
Wiesengräser
Wiesenkraeuter
Strukturreiches Grundfutter aus Wiesengraesern und -kraeutern; liefert Rohfaser fuer die physiologische Verdauung, fuehrt je nach Witterung aber stark schwankende Mengen an Fruktan und Zucker (NSC).
Klee
Rotklee
Kurzprofil im AusbauEiweiss- und mineralreiche Futterleguminose; enthaelt Isoflavone mit oestrogenartiger Wirkung.
Karottenkraut
Karottenlaub
Kurzprofil im AusbauBlattgruen der Karotte; chlorophyll-, carotinoid- und vitaminreiche, gut akzeptierte gruene Ergaenzung.
Apfel
Malus domestica
Kurzprofil im AusbauBeliebtes Frucht-Leckerli; liefert Pektin, Fruchtzucker, Kalium und Vitamin C.
Karotte
Moehre
Kurzprofil im AusbauWurzelgemuese und wichtige natuerliche Beta-Carotin-Quelle (Provitamin A).
Beinwellwurzel
Beinwell
Kurzprofil im AusbauTraditionell aeusserlich diskutierte Wurzel mit Allantoin und Schleimstoffen - enthaelt jedoch lebertoxische Pyrrolizidinalkaloide.
Kieselgur
Diatomeenerde
Amorphes Siliziumdioxid aus fossilen Kieselalgen (Diatomeen); mechanisch abrasives Pulver. Der populaere 'natuerliche Entwurmer'-Nutzen ist NICHT belegt.
Montmorillonit
Montmorillonite
Quellfaehiges Smektit-Schichtsilikat (Hauptmineral von Bentonit) mit hoher Kationenaustausch- und Adsorptionskapazitaet; bindet Wasser, Toxine und Partikel im Darm.
Klinoptilolith
Clinoptilolith
Natuerliches Zeolith (Alumosilikat-Geruest) mit selektivem Ionenaustausch; bindet v. a. Ammonium und Wasser und wird praktisch nicht resorbiert.
Tonerde
Tonmineral-Gemisch
Tonmineral-Gemisch (ueberwiegend Alumosilikate) mit adsorbierender und quellender Wirkung; unspezifisches Bindemittel im Darm.
Heilerde
Loessheilerde
Fein vermahlener Loess/Ton (Alumosilikate + Karbonate) mit grosser Adsorptionsflaeche; traditionell als adsorbierendes Magen-Darm-Mittel bei Durchfall/Kotwasser.
Moor
Moorextrakt
Kurzprofil im AusbauTorf-/Moorextrakt reich an Huminstoffen (Humin- und Fulvinsaeuren) mit adsorbierenden Eigenschaften.
Torfhuminsäuren
Huminsaeuren
Kurzprofil im AusbauHochmolekulare Huminsaeuren aus Torf mit Ionenaustausch- und Adsorptionskapazitaet.
Fulvinsäuren-Komplex
Fulvinsaeure
Kurzprofil im AusbauNiedermolekulare, gut loesliche Fulvinsaeuren mit Chelat- und Transporteigenschaften.
Meersalz
Seesalz
Funktionell Natriumchlorid (~39 % Na, 61 % Cl); deckt den Na-/Cl-Bedarf und die Schweiss-Elektrolytverluste.
Steinsalz
Halit
Geologisch abgelagertes Natriumchlorid (~39 % Na, 61 % Cl); deckt den Na-/Cl-Bedarf und Schweissverluste, funktionell identisch mit Meer-/Speisesalz.
Himalaya-Salz
Kristallsalz
Rosafarbenes Steinsalz (~96-99 % NaCl); Faerbung durch Eisenoxid-Spuren. Deckt Na-/Cl-Bedarf wie gewoehnliches Steinsalz - die beworbenen 84 Mineralien sind ernaehrungsphysiologisch irrelevant.
Natriumbicarbonat
Natron
Bicarbonat wirkt als Puffer im Magen-Darm-Trakt und - systemisch aufgenommen - im Saeure-Basen-Haushalt des Blutes; kann metabolische Azidose und Laktatanflutung abpuffern.
Kalziumcarbonat
Calciumcarbonat
Hoch konzentrierte Calciumquelle (~40 % Ca) und milder, kurzwirksamer Saeurepuffer; Nutzen und Sicherheit haengen am Ca:P der Gesamtration.
Magnesiumcitrat
Magnesium Citrate
Organisch (an Zitronensaeure) gebundenes Magnesium mit guter Wasserloeslichkeit; niedrigerer Mg-Gehalt pro Gramm (~11-16 %) als MgO, wird jedoch haeufig als besser vertraeglich beworben.
Magnesiumoxid
Magnesium Oxide
Konzentrierte anorganische Mg-Quelle (~54-60 % elementares Mg); trotz geringer Wasserloeslichkeit im Pferdedarm gut resorbierbar. Mg ist essenziell fuer Nerven-/Muskelfunktion und ueber 300 Enzymreaktionen.
Magnesiumchlorid
Magnesium Chloride
Sehr gut wasserloesliche anorganische Magnesiumquelle. Magnesium ist Cofaktor von ueber 300 ATP-abhaengigen Enzymreaktionen und reguliert Calciumkanaele an Nerv und Muskel - MgCl2 liefert das Mg aber nur in niedriger Konzentration und bringt eine erhebliche Chloridlast mit.
Zinkchelat
Zink-Aminosaeure-Chelat
Zink, an Aminosaeuren, Glycin oder Proteinhydrolysate gebunden. Die organische Bindung umgeht einen Teil der Antagonismen im Darmlumen; Zink selbst ist Cofaktor von ueber 300 Enzymen, u. a. Cu/Zn-Superoxiddismutase und Keratinsynthese.
Kupferchelat
Kupfer-Aminosaeure-Chelat
Kupfer, an Aminosaeuren, Glycin oder Proteinhydrolysate gebunden. Kupfer ist Cofaktor von Lysyloxidase (Kollagen- und Elastin-Quervernetzung), Cu/Zn-Superoxiddismutase, Cytochrom-c-Oxidase und Tyrosinase - relevant fuer Bindegewebe, Knorpel und Fellpigment.
Selenhefe
Selen-Hefe
Organisch gebundenes Selen (ueberwiegend Selenomethionin) aus angereicherter Hefe; wird besser resorbiert und im Gewebe staerker retiniert als anorganisches Natriumselenit. Baustein der Glutathionperoxidase (antioxidativer Schutz).
organisch gebundene Spurenelemente
Chelate
Sammelbegriff fuer Zink, Kupfer, Mangan, Eisen, Kobalt und Selen, die an Aminosaeuren, Peptide, Proteinhydrolysate oder organische Saeuren gebunden sind. Die Bindung schuetzt das Metall vor Faellung und Antagonisten im Darmlumen.
Birke
Betula pendula
Birkenblätter liefern Flavonol-Glykoside (Hyperosid, Quercetin-/Myricetin-Glykoside) und Triterpene (Betulin) und werden traditionell als durchspülungsförderndes (aquaretisches) Laubfutter genutzt.
Haselnussblatt
Corylus avellana
Haselnussblätter sind reich an Gerbstoffen (Tannine) und Flavonoiden (Myricitrin, Quercitrin) und werden traditionell als mild adstringierendes Laubfutter genutzt.
Lindenblüten
Tilia cordata
Blueten von Tilia cordata, T. platyphyllos und T. x vulgaris enthalten Schleimpolysaccharide, Flavonoide (Quercetin- und Kaempferolglykoside wie Tilirosid, Astragalin, Rutin), Procyanidine, Phenolsaeuren und Spuren aetherischen Oels. Traditionell reizmildernd und beruhigend verwendet - eine milde Droge mit langer Anwendungsgeschichte und schwacher Evidenzbasis.
Linde
Tilia spp.
Lindenblätter und junge Triebe liefern Schleimstoffe (Galactomannane) und Flavonoide (Tiliroside, Quercetin-/Kaempferol-Glykoside) und werden traditionell reizmildernd/demulcent genutzt.
Pappel
Populus spp.
Pappelrinde, -knospen und -blätter enthalten die Phenolglykoside Salicin und Populin sowie Balsam-Harze; Salicin wird im Darm zu Salicylsäure umgesetzt - FEI-schwellenwertrelevant.
Erle
Alnus glutinosa
Erlenblätter und -rinde liefern Gerbstoffe und Diarylheptanoide (v. a. Oregonin) und werden traditionell als mild adstringierendes Laubfutter genutzt.
Eiche
Quercus robur
Kurzprofil im AusbauEichenrinde ist stark gerbstoffhaltig; Eicheln, Knospen und welkes Laub sind in Menge toxisch (Tannin-/Gallotannin-Belastung).
Ulme
Ulmus spp.
Ulmenrinde - insbesondere Slippery Elm (Ulmus rubra) - ist reich an schleimbildenden Polysacchariden (Mucilago) und wird traditionell reizmildernd/demulcent für die Schleimhäute genutzt.
Esche
Fraxinus excelsior
Eschenblätter enthalten Cumarine (Fraxin, Esculin), Secoiridoide, Flavonoide und Mannitol; sie werden traditionell als Laubheu verfüttert und mild unterstützend diskutiert.
Robinie (mit Sicherheitshinweisen)
Robinia pseudoacacia
Kurzprofil im AusbauRobinie enthält toxische Lektine/Toxalbumine (Robin, Robinin) - giftig, nicht zur Verfütterung geeignet.
Hainbuche
Carpinus betulus
Hainbuchenlaub liefert Gerbstoffe (Gallo-/Ellagitannine), Flavonol-Glykoside und Diarylheptanoide und wird traditionell als schmackhaftes, mild adstringierendes Laubfutter genutzt.
Ahorn (mit Sicherheitshinweisen)
Acer spp.
Kurzprofil im AusbauAhorn - Samen und Keimlinge des Bergahorns enthalten Hypoglycin A; Auslöser der atypischen Weidemyopathie, nicht zur Verfütterung geeignet.
Buche
Fagus sylvatica
Buchenlaub liefert Hydroxyzimtsäure-Derivate, Flavonoide und Gerbstoffe; junge Blätter gelten als schmackhaftes Laubfutter, Bucheckern sind in Menge unverträglich (Fagin, Oxalate, Saponine).
Obstbaumblätter
Malus / Pyrus / Prunus spp.
Kurzprofil im AusbauObstbaumblätter - welke Blätter von Steinobst (Prunus) setzen Blausäure frei (cyanogene Glykoside); giftig, nicht zur Verfütterung geeignet.
Weideblätter
Salix spp.
Weidenblätter (Salix) enthalten das Phenolglykosid Salicin, das im Darm zu Salicylsäure metabolisiert wird - traditionell schmerz-/entzündungsassoziiert und FEI-schwellenwertrelevant.
Chicoree
Cichorium intybus
Wurzel-/Faserkomponente mit hohem Inulin-Gehalt (loeslicher Fruktan-Ballaststoff), die den Duenndarm unverdaut passiert und im Dickdarm als praebiotisch fermentierbare Faser dient.
Topinambur
Helianthus tuberosus
Staerkearme Knolle mit hohem Inulin-/Fruktan-Anteil, die als praebiotisch fermentierbare Faser den Dickdarm erreicht und die Mikrobiota beeinflussen kann.
Brokkolisprossen
Brassica oleracea var. italica
Keimlinge mit sehr hohem Glucoraphanin-Gehalt, das enzymatisch (Myrosinase) zu Sulforaphan wird; dieses aktiviert in Zell- und Humanmodellen den Nrf2-Signalweg. Kaum equine Daten; als Brassica in hoher Menge goitrogen.
Kresse
Lepidium sativum
Kurzprofil im AusbauGlucosinolathaltiges Blattgrün, das traditionell als appetit- und verdauungsanregendes Würzkraut gilt.
Brunnenkresse
Nasturtium officinale
Vitamin- und mineralstoffreiches Wasserkraut mit Senfoelglykosiden (v.a. Gluconasturtiin -> PEITC) und scharfem Geschmack; antioxidative Effekte in Humanstudien, Standort-/Kontaminationsrisiko.
Loewenzahnblueten
Taraxacum officinale (Flos)
Blueten mit Flavonoiden (Luteolin, Apigenin) und Bitterstoffen; traditionell wird eine verdauungsanregende, milde choleretische Wirkung zugeschrieben.
Gerstensprossen
Hordeum vulgare (Keimling)
Gekeimte Gerste (Gras/Sprosse); die Keimung baut Antinaehrstoffe (Phytat) ab und erhoeht Enzyme, Zucker und B-Vitamine. Als frisches Gruenfutter/Fodder gebraeuchlich, mit Schimmel- und Staerke-Vorbehalt.
Weizensprossen
Triticum aestivum (Keimling)
Gekeimter Weizen (Gras/Sprosse); die Keimung schliesst Staerke und Proteine auf, baut Phytat ab und erhoeht Vitamine. Als frisches Gruenfutter/Fodder mit Schimmel- und Staerke-Vorbehalt.
Hafersprossen
Avena sativa (Keimling)
Gekeimter Hafer (Gras/Sprosse); die Keimung schliesst Naehrstoffe auf und erhoeht Vitamine. Schmackhafte Gruenkomponente mit Schimmel- und Staerke-Vorbehalt.
Olive
Olea europaea
Kurzprofil im AusbauPolyphenolreiches Olivenblatt, dem traditionell antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden.
Kapern
Capparis spinosa
Kurzprofil im AusbauFlavonoidreiche Knospendroge, die traditionell als aromatisches Ergaenzungsfuttermittel eingesetzt wird.
Lorbeer
Laurus nobilis
Kurzprofil im AusbauAromatische Gewuerzdroge mit ätherisch-oel-reichen Blaettern (u. a. 1,8-Cineol).
Zitronenverbene
Aloysia citrodora
Kurzprofil im AusbauZitronig-aromatische Blattdroge mit ätherischem Oel (Citral), traditionell als Teekraut genutzt.
Myrte
Myrtus communis
Kurzprofil im AusbauImmergruene Mediterran-Droge mit ätherisch-oel-reichen Blaettern (Myrtenol, 1,8-Cineol).
Rosengeranie
Pelargonium graveolens
Kurzprofil im AusbauDuftpflanze mit ätherischem Oel (Geraniol, Citronellol), traditionell aromatisch genutzt.
Bohnenkraut
Satureja hortensis
Kurzprofil im AusbauWuerzkraut mit carvacrolreichem ätherischem Oel, traditionell verdauungsanregend genutzt.
Zistrose
Cistus incanus
Kurzprofil im AusbauPolyphenolreiche Mediterran-Droge, die traditionell als antioxidatives Teekraut geschaetzt wird.
Polyphenole
Polyphenols
Kurzprofil im AusbauGrosse Klasse pflanzlicher Phenol-Verbindungen, deren Hydroxylgruppen in vitro Radikale abfangen und die antioxidativ diskutiert werden.
Flavonoide
Flavonoids
Kurzprofil im AusbauPolyphenolische Pflanzenfarbstoffe (Flavonol-/Flavon-Geruest), deren antioxidative und gefaessphysiologische Effekte in vitro diskutiert werden.
Anthocyane
Anthocyanins
Kurzprofil im AusbauWasserloesliche Flavonoid-Farbstoffe (rot-blau-violett), die antioxidativ und kapillarphysiologisch diskutiert werden.
Rutin
Rutosid
Flavonolglykosid aus Quercetin und dem Disaccharid Rutinose, u. a. in Buchweizenkraut, Sophora-Knospen und Zitrusfruechten. Es wird im Darm zu Quercetin gespalten und anschliessend stark konjugiert; antioxidative und gefaess-/kapillarbezogene Effekte werden in Modellen diskutiert.
Carotinoide
Carotenoids
Kurzprofil im AusbauFettloesliche Tetraterpen-Farbstoffe (gelb-rot), die als Provitamin-A-Quelle und antioxidativ diskutiert werden.
Zeaxanthin
Zeaxanthin
Kurzprofil im AusbauGelbes Xanthophyll-Carotinoid, dessen antioxidative und die Netzhaut betreffende Rolle in vitro/Human diskutiert wird.
Lycopin
Lycopene
Kurzprofil im AusbauRotes, acyclisches Carotinoid (kein Provitamin A), dessen radikalfangende Wirkung in vitro diskutiert wird.
Bitterstoffe
Amara
Stoffklasse, keine Einzelpflanze: chemisch heterogene, bitter schmeckende Pflanzeninhaltsstoffe (Sesquiterpenlactone, Iridoide, Alkaloide, Bitterglykoside), die ueber Bitterrezeptoren (TAS2R) auf Zunge und im Magen-Darm-Trakt Sekretions- und Motilitaetssignale ausloesen koennen. Die Uebertragung des humanmedizinischen Amara-Konzepts auf das Pferd ist fachlich fraglich.
Schleimstoffe
Mucilaginosa
Stoffklasse: hochmolekulare, stark hydrophile Polysaccharide (Arabinogalactane, Glucomannane, Rhamnogalacturonane), die in Wasser quellen und einen physikalischen Gleit- und Schutzfilm auf Schleimhaeuten bilden. Die Wirkung ist physikalisch-kolloidal, nicht pharmakologisch-rezeptorvermittelt.
Saponine
Saponins
Stoffklasse: amphiphile Glykoside aus einem lipophilen Steroid- oder Triterpen-Aglykon und einer oder mehreren Zuckerketten. Sie sind oberflaechenaktiv (seifenartig), interagieren mit Membrancholesterin und koennen dadurch Membranen permeabilisieren - Grundlage sowohl der diskutierten Effekte als auch der Sicherheitsbedenken.
Gerbstoffe
Tannine
Stoffklasse: polyphenolische Pflanzenstoffe, die Proteine ueber Wasserstoffbrucken und hydrophobe Wechselwirkungen faellen und dadurch auf Schleimhaeuten adstringierend (zusammenziehend) wirken. Dieselbe Proteinbindung macht Gerbstoffe in hoeherer Aufnahme antinutritiv.
Phytosterole
Phytosterols
Kurzprofil im AusbauPflanzliche Sterole (cholesterinaehnliche Struktur), deren Konkurrenz um Cholesterinaufnahme im Darm und membranphysiologische Rolle diskutiert wird.
Vogelmiere
Stellaria media
Zartes, wasserreiches Nelkengewaechs mit Schleimstoffen, Triterpensaponinen (u. a. Gypsogenin-Typ), C-Glykosylflavonen (Isovitexin, Saponarin), Rutin und Vitamin C. Traditionell als mild reizmilderndes Fruehjahrs-Gruenkraut eingeordnet.
Gundermann
Glechoma hederacea
Kurzprofil im AusbauBitterstoff- und gerbstoffhaltiges Lippenblütler-Kraut mit ätherischem Öl, traditionell als aromatisches Bitterkraut eingeordnet.
Wegwarte
Cichorium intybus
Korbbluetler mit Inulin (Fruktan-Speicherkohlenhydrat der Wurzel), Sesquiterpenlactonen (Lactucin, Lactucopikrin) und Caffeoylchinasaeuren. Traditionell als Bitter- und Verdauungskraut eingeordnet; agronomisch als tiefwurzelnde, mineralstoffreiche Weidekraeuter-Komponente geschaetzt.
Odermennig
Agrimonia eupatoria
Kurzprofil im AusbauGerbstoff- und kieselsäurereiches Rosengewächs-Kraut, traditionell als adstringierendes Schleimhaut-Kraut eingeordnet.
Labkraut
Galium verum
Kurzprofil im AusbauIridoid- und flavonoidhaltiges Rötegewächs-Kraut, traditionell als lymph- und harnwegsbezogenes Aquaretikum eingeordnet.
Herzgespann
Leonurus cardiaca
Kurzprofil im AusbauAlkaloid-, iridoid- und flavonoidhaltiges Lippenblütler-Kraut, traditionell als beruhigend und herzbezogen eingeordnet.
Eisenkraut (Verbena officinalis)
Verbena officinalis L.
Iridoidglykoside (Verbenalin, Hastatosid) und Verbascosid; traditionell als uteruswirksames Emmenagogum diskutiert.
Tausendgüldenkraut
Centaurium erythraea
Kurzprofil im AusbauStark bitterstoffhaltiges Enziangewächs (Secoiridoide), traditionell als Amarum zur Appetit- und Verdauungsanregung eingeordnet.
Dost
Origanum vulgare
Aetherisch-oel-reicher Lippenbluetler; die Phenole Carvacrol und Thymol machen je nach Chemotyp 78-85 % des aetherischen Oels aus und wirken in vitro membranschaedigend gegen Bakterien und Pilze. Genau diese Membranwirkung erklaert auch die Schleimhautreizung bei zu hoher Dosierung.
Scharbockskraut
Ficaria verna
Kurzprofil im AusbauVitamin-C-haltiges Hahnenfußgewächs, historisch (frisch, vor der Blüte) als Frühjahrs-Vitamin-Kraut eingeordnet - frisch protoanemoninhaltig.
Braunelle
Prunella vulgaris
Kurzprofil im AusbauTriterpen-, rosmarinsäure- und gerbstoffhaltiges Lippenblütler-Kraut, traditionell als adstringierendes Maul-/Rachenkraut eingeordnet.
Frauenmantel (Alchemilla)
Alchemilla vulgaris L.
Gerbstoffreiche (Ellagitannine/Agrimoniin) Rosaceae-Droge; traditionell adstringierend eingesetzt.
Ehrenpreis
Veronica officinalis
Kurzprofil im AusbauIridoid- und gerbstoffhaltiges Wegerichgewächs-Kraut, traditionell als mildes Tee- und Atemwegskraut eingeordnet.
Ysop
Hyssopus officinalis
Kurzprofil im AusbauÄtherisch-öl-reicher Lippenblütler (Pinocamphon), traditionell als aromatisches Atemwegs- und Verdauungskraut eingeordnet.
Bärlauch
Allium ursinum
Kurzprofil im AusbauSchwefelverbindungsreiches Lauchgewächs (Alliin/Thiosulfinate), traditionell als aromatisches Frühjahrskraut eingeordnet - Allium-Toxizität beim Pferd beachten.
Waldmeister
Galium odoratum
Kurzprofil im AusbauCumarinbildendes Rötegewächs-Kraut, traditionell als aromatisches Kraut eingeordnet - Cumaringehalt begrenzt die Menge.
Sauerampfer
Rumex acetosa
Knoeterichgewaechs mit hohem Gehalt an loeslichen Oxalaten (Oxalsaeure, Kalium-/Natriumoxalat) sowie Gerbstoffen und Anthrachinonderivaten. Loesliche Oxalate binden Calcium im Darm und werden nach Resorption ueber die Niere ausgeschieden - daraus ergibt sich das Risikoprofil.
Gänseblümchen
Bellis perennis
Kleiner Korbbluetler mit acylierten Oleanan-Triterpensaponinen (Perennisoside, Bellisosaponine), Flavonoiden, Anthocyanen, Polyacetylenen und Gerbstoffen. Traditionell als mildes Wund- und Stoffwechselkraut sowie als unbedenkliches Wiesen-Beikraut eingeordnet.
Hirtentaeschel (Capsella bursa-pastoris)
Capsella bursa-pastoris (L.) Medik.
Flavonoide, Gerbstoffe, biogene Amine und uterotone Peptide; traditionell haemostyptisch/uteruswirksam diskutiert.
Vogelknöterich
Polygonum aviculare
Kurzprofil im AusbauEnthält lösliche Kieselsäure, Gerbstoffe und Flavonoide; traditionell als Wiesenkraut genutzt.
Wegerich
Plantago lanceolata
Wiesen- und Wegrandpflanze mit Schleimpolysacchariden, Iridoidglykosiden (Aucubin, Catalpol), dem Phenylpropanoidglykosid Verbascosid sowie Flavonoiden und Gerbstoffen. Traditionell als reizmilderndes Schleimkraut und als schmackhaftes, mineralstoffreiches Weidekraut geschaetzt.
Breitwegerich
Plantago major
Robustes Wiesen-Beikraut mit Schleimstoffen, Iridoidglykosiden (Aucubin) und Gerbstoffen; traditionell reizmildernd und wundpflegend genutzt.
Kleiner Wiesenknopf
Sanguisorba minor
Kurzprofil im AusbauGerbstoff- und vitamin-C-haltiges Wiesenkraut; traditionell als schmackhaftes Salat- und Weidebeikraut geschätzt.
Labkraut gelb
Galium verum
Kurzprofil im AusbauEnthält Iridoidglykoside, Flavonoide und labferment-artige Enzyme; traditionell (u. a. zur Käseherstellung) genutztes Wiesenkraut.
Labkraut weiß
Galium album
Kurzprofil im AusbauEnthält Iridoidglykoside, Flavonoide und Gerbstoffe; traditionell als Wiesen-Beikraut genutzt.
Wiesenlabkraut
Galium mollugo
Kurzprofil im AusbauEnthält Iridoidglykoside, Flavonoide und Gerbstoffe; traditionell als mildes Wiesen-Beikraut genutzt.
Rotklee
Trifolium pratense
Eiweissreiche Weideleguminose mit hohem Gehalt an phytooestrogenen Isoflavonen (Formononetin, Biochanin A). Zwei praxisrelevante Sonderthemen: hormonaktive Isoflavone und der Pilzbefall mit Rhizoctonia leguminicola, dessen Alkaloid Slaframin den bekannten Speichelfluss (Slobbers) ausloest.
Weißklee
Trifolium repens
Niedrigwuechsige, trittfeste Weideleguminose mit hohem Rohprotein- und Zuckergehalt. Zwei Risikolinien fuer Pferde: hoher Anteil leicht loeslicher Kohlenhydrate auf kleedominierter Weide (Hufrehe-/EMS-Kontext) und cyanogene Glykoside (Linamarin, Lotaustralin) je nach Genotyp.
Hornklee
Lotus corniculatus
Weideleguminose mit kondensierten Tanninen (Proanthocyanidinen), die im Wiederkaeuer nachweislich Schaumgaerung/Blaehungen verhindern und Protein vor mikrobiellem Abbau schuetzen. Gleichzeitig enthaelt Hornklee genotypabhaengig cyanogene Glykoside - deshalb keine unbegrenzte Empfehlung.
Luzerneblatt
Medicago sativa
Protein-, calcium- und magnesiumreiches Leguminosen-Blattmaterial mit Saponinen, Carotinoiden, Vitamin K und dem Phytooestrogen Coumestrol. In der Pferdefuetterung als struktur- und proteinreiche Raufutterergaenzung mit hoher Ca-Verfuegbarkeit etabliert.
Esparsettenkraut
Onobrychis viciifolia
Kurzprofil im AusbauTanninreiche, nicht-blähende Weideleguminose; kondensierte Tannine binden Protein.
Wiesenschwingel
Festuca pratensis
Weichblaettriges Kaltzeit-Futtergras mit gutem Futterwert; die Art selbst ist unbedenklich, ist aber leicht mit dem endophyten-/ergotalkaloidhaltigen Rohrschwingel zu verwechseln.
Knaulgras
Dactylis glomerata
Ertragreiches, schmackhaftes Kaltzeit-Obergras; jung sehr nahrhaft, verholzt aber rasch und verliert bei Ueberstaendigkeit schnell an Futterqualitaet.
Timotheegras
Phleum pratense
Klassisches Kaltzeit-Heugras mit hohem Strukturwert; spaet geschnitten strukturreich und energieaermer und dann oft eine gut vertraegliche Basis auch fuer leichtfuttrige Pferde.
Wiesenlieschgras
Phleum pratense
Kurzprofil im AusbauDeutscher Name für Wiesen-Lieschgras (Timothe); etabliertes, strukturreiches Pferdefuttergras.
Myrrhe
Commiphora myrrha
Kurzprofil im AusbauAromatische Gummiharzdroge mit ätherischem Oel und Sesquiterpenen, traditionell als adstringierendes Mundpflege-Kraut genutzt.
Hibiskusblüten
Hibiscus sabdariffa
Fruchtsaeure- und anthocyanreiche Kelchdroge (Roselle); Humandaten mild blutdrucksenkend und diuretisch. Pferdedaten fehlen. Zuckergehalt gering.
Baobab
Adansonia digitata
Fruchtpulver des Affenbrotbaums, reich an loeslichen Ballaststoffen (Pektin), Polyphenolen und Vitamin C; praebiotische und den Staerkeabbau verzoegernde Effekte werden diskutiert.
Moringasamen
Moringa oleifera (Samen)
Kurzprofil im AusbauOel- und glucosinolatreiche Samen des Meerrettichbaums, traditionell als Oel-/Nahrungsquelle genutzt.
Rooibos (Aspalathus linearis)
Aspalathus linearis (Burm.f.) R.Dahlgren
C-glykosidisches Dihydrochalkon Aspalathin und Flavonoide; koffeinfrei, gerbstoffarm, antioxidativ diskutiert.
Honeybush
Cyclopia spp.
Kurzprofil im AusbauKoffeinfreie suedafrikanische Teedroge mit Polyphenolen wie Mangiferin, traditionell als honigsuess duftendes Aufgussgetraenk genutzt.
Afrikanische Kartoffel
Hypoxis hemerocallidea
Kurzprofil im AusbauKnollendroge mit Hypoxosid/Rooperol und Phytosterolen (Beta-Sitosterol), traditionell als staerkendes Mittel genutzt.
Kanna
Sceletium tortuosum
Kurzprofil im AusbauPsychoaktive Sukkulente mit Mesembrin-Alkaloiden, denen serotonin- und stimmungsbeeinflussende Wirkungen zugeschrieben werden - im Wettkampf hochkritisch.
Marula
Sclerocarya birrea
Frucht und Kernoel des Marulabaums, reich an Vitamin C und Polyphenolen; Humandaten antioxidativ/antiatherogen. Pferdedaten fehlen.
Dattel
Phoenix dactylifera
Sehr zuckerreiche Fruchtdroge (~66-83% Zucker der Trockenmasse); traditionell energiereiches Leckerli. Fuer EMS/PPID/Rehe-Pferde kritisch.
Feige
Ficus carica
Zuckerreiche Fruchtdroge; das reife Fruchtfleisch ist essbar, aber Blaetter/Milchsaft enthalten Ficin und phototoxische Furocumarine.
Johannisbrot / Carob
Ceratonia siliqua
Ballaststoff-, zucker- und gerbstoffreiche Huelsendroge mit natuerlicher Suesse; kakaofreier, theobrominfreier Schmackhaftmacher/Traegerstoff.
Akazienfaser
Acacia fiber
Kurzprofil im AusbauLoeslicher, fermentierbarer Ballaststoff aus Akaziengummi, dem praebiotische Eigenschaften zugeschrieben werden.
Gummi arabicum
Acacia senegal
Kurzprofil im AusbauLoeslicher Polysaccharid-Ballaststoff und Emulgator (E 414), dem praebiotische Eigenschaften zugeschrieben werden.
Tamarinde
Tamarindus indica
Fruchtmark mit Zucker UND organischen Saeuren (Weinsaeure 8-12%) plus Schleimstoffen; traditionell mild abfuehrend. Fuer das Pferd mehrfach heikel.
Dang Gui / Angelica sinensis
Angelica sinensis
Wurzeldroge mit Ferulasaeure, Z-Ligustilid und Polysacchariden; in vitro/Nagermodellen auf vasoaktive, thrombozytenhemmende und antioxidative Effekte untersucht. Cumarin-/Ferulasaeure-Anteile begruenden ein relevantes Blutungs-/Interaktionsrisiko.
Dong Quai
Angelica sinensis
Kurzprofil im AusbauHandelsname derselben Wurzeldroge (Angelica sinensis) mit Ligustilid und Ferulasaeure, in vitro auf Gefaess- und Antioxidans-Effekte untersucht.
Rehmannia
Rehmannia glutinosa
Wurzeldroge mit Iridoidglykosiden (Leitstoff Catalpol); in Zell- und Nagermodellen auf entzuendungsmodulierende, antioxidative und metabolische Effekte untersucht. Beim Pferd keine kontrollierten Daten.
Huang Qi / Astragalus membranaceus
Astragalus membranaceus
Wurzeldroge der TCM mit Astragalus-Polysacchariden (APS) und Astragalosiden; in vitro und im Nagermodell auf immunmodulierende und antioxidative Effekte untersucht.
Huang Qin / Baikal-Helmkraut
Scutellaria baicalensis
Wurzeldroge mit Flavonen (Baicalin, Baicalein, Wogonin); in vitro auf antioxidative und entzuendungsmodulierende Effekte untersucht. Zu beachten: dokumentierte Leberschaden-Signale bei Scutellaria-/Skullcap-Praeparaten beim Menschen.
Gan Cao / Süßholz
Glycyrrhiza uralensis
Suessholzwurzel enthaelt das Triterpensaponin Glycyrrhizin. Dessen Metabolite hemmen die 11-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 2 (11beta-HSD2), sodass Cortisol im Nierentubulus nicht mehr zu Cortison inaktiviert wird und den Mineralocorticoid-Rezeptor aktiviert - ein pharmakologisch relevanter Eingriff, kein blosser Kraeutereffekt.
Bai Zhu / Atractylodes
Atractylodes macrocephala
Rhizomdroge mit Atractylenoliden (Sesquiterpenlactone) und Polysacchariden; in Zell- und Tiermodellen auf GI-Motilitaets- und entzuendungsmodulierende sowie schleimhautschuetzende Effekte untersucht.
Dang Shen / Codonopsis
Codonopsis pilosula
Wurzeldroge mit Polysacchariden, Polyacetylenen und Alkaloiden; traditionell milderes Ginseng-Substitut, in Zell-/Nagermodellen auf immunmodulierende, schleimhautschuetzende und Anti-Fatigue-Effekte untersucht.
He Shou Wu
Reynoutria multiflora
Wurzeldroge mit Stilbenglykosid (TSG) und Anthrachinonen (Emodin); zentrales Sicherheitsthema ist die beim Menschen dokumentierte idiosynkratische Leber-Toxizitaet, besonders bei roher/ungenuegend verarbeiteter Droge.
Gruener Tee
Camellia sinensis
Blaetter von Camellia sinensis mit antioxidativen Catechinen (EGCG) - aber zugleich mit den Methylxanthinen Coffein, Theophyllin und Theobromin, die den Stoff fuer Turnierpferde zu einem klaren Doping-Risiko machen.
Matcha
Camellia sinensis (gemahlenes Blattpulver)
Kurzprofil im AusbauFein gemahlenes Gruentee-Blattpulver mit konzentrierten Catechinen UND Coffein/Methylxanthinen.
Lotusblatt
Nelumbo nucifera (Blatt)
Kurzprofil im AusbauBlattdroge mit Aporphin-Alkaloiden (Nuciferin) und Flavonoiden, in Nagerstudien auf Lipidstoffwechsel-Effekte untersucht.
Lotuswurzel
Nelumbo nucifera (Rhizom)
Kurzprofil im AusbauStaerkereiches Rhizom mit Ballaststoffen und Polyphenolen, ueberwiegend als Nahrungsmittel verwendet.
Perilla
Perilla frutescens
Kurzprofil im AusbauKraut/Samenoel mit Rosmarinsaeure und Alpha-Linolensaeure (Omega-3), in vitro auf antioxidative und entzuendungsmodulierende Effekte untersucht.
Shiso
Perilla frutescens
Kurzprofil im AusbauKuechen-/Heilkraut identisch mit Perilla frutescens, reich an Rosmarinsaeure und Alpha-Linolensaeure.
Sophora
Sophora flavescens (Ku Shen)
Kurzprofil im AusbauGattung mit stark art-/teilabhaengiger Phytochemie: Chinolizidin-Alkaloide (Matrin/Oxymatrin) bei S. flavescens bzw. Flavonol Rutin bei S. japonica.
Eucommia
Eucommia ulmoides
Kurzprofil im AusbauRindendroge mit Lignanen, Iridoiden und Chlorogensaeure, in Nagerstudien auf Blutdruck- und Knochen-/Bindegewebsparameter untersucht.
Magnolia
Magnolia officinalis
Kurzprofil im AusbauRindendroge mit den Neolignanen Magnolol und Honokiol, die in vitro GABA-A-modulierende (anxiolytisch-sedierende) Effekte zeigen.
Amla
Phyllanthus emblica
Frucht mit ausserordentlich hohem Vitamin-C-Gehalt und einem breiten Polyphenol-/Ellagitannin-Profil (Gallussaeure, Ellagsaeure, Corilagin, Chebulagsaeure). In Zell- und Nagermodellen ist sie mit antioxidativer Aktivitaet assoziiert; equine Daten fehlen.
Haritaki
Terminalia chebula
Gerbstoff-(hydrolysierbare Tannine, Chebulinsaeure) und polyphenolreiche Frucht, eine der drei Triphala-Komponenten; traditionell verdauungsfoerdernd/mild laxierend, in vitro antioxidativ und antimikrobiell.
Bibhitaki
Terminalia bellirica
Gerbstoff- und gallustannin-reiche Frucht der Terminalia-Gruppe, eine der drei Triphala-Komponenten; in vitro/Nagermodellen antioxidativ und hepatoprotektiv, traditionell verdauungs-/schleimhautbezogen.
Triphala (Amalaki/Bibhitaki/Haritaki)
Triphala (Ayurveda)
Polyphenol-/Gerbstoffmatrix (Gallus-, Ellag-, Chebulinsaeure, Emblicanine); traditionell verdauungs- und antioxidativ diskutiert.
Neemblatt
Azadirachta indica (Blatt)
Blatt des Niembaums mit Limonoiden (Nimbin, Nimbidin, Azadirachtin in geringerem Anteil als im Samen), Flavonoiden und Gerbstoffen. Traditionell im antiparasitaeren und schleimhautbezogenen Kontext verwendet - mit erheblichen Sicherheitsvorbehalten, die eine strikte Trennung von Blatt und Samenoel erfordern.
Neemrinde
Azadirachta indica (Rinde)
Kurzprofil im AusbauLimonoid- und gerbstoffreiche Rinde des Niembaums mit adstringierendem, antimikrobiellem Profil in Modellen.
Boswellia serrata (Indischer Weihrauch)
Weihrauch (indisch)
Harz mit Boswelliasaeuren; das Leitmolekuel AKBA hemmt in Modellen selektiv die 5-Lipoxygenase und damit die Bildung entzuendungsfoerdernder Leukotriene.
Shallaki
Boswellia serrata
Kurzprofil im AusbauAyurvedischer Name fuer das Boswellia-serrata-Harz mit boswelliasaeurenvermittelter Entzuendungsmodulation in Modellen.
Mucuna pruriens
Juckbohne
Kurzprofil im AusbauBohne mit natuerlichem L-DOPA-Gehalt, dopaminerg-wirksamer Aminosaeure-Vorstufe im ZNS.
Ajwain
Trachyspermum ammi
Kurzprofil im AusbauThymolreiche Doldensamen, traditionell karminativ/verdauungsfoerdernd eingesetzt.
Curryblatt
Murraya koenigii
Kurzprofil im AusbauCarbazolalkaloid-haltiges Blatt, in Modellen mit antioxidativer und glykaemiebezogener Aktivitaet assoziiert.
Koriander
Coriandrum sativum
Kurzprofil im AusbauAetherisch-oelreiche Samen/Kraut, traditionell karminativ und verdauungsfoerdernd genutzt.
Kreuzkümmel
Cuminum cyminum
Kurzprofil im AusbauCuminaldehyd-haltige Samen, traditionell karminativ/verdauungsanregend eingesetzt.
Kardamom
Elettaria cardamomum
Kurzprofil im AusbauCineol-haltige Kapselsamen, traditionell karminativ und aromatisch-verdauungsfoerdernd genutzt.
Nelke
Syzygium aromaticum
Kurzprofil im AusbauEugenolreiche Bluetenknospe, in Modellen mit antimikrobieller und lokal-analgetischer Aktivitaet assoziiert.
Kieselsaeure
Silica
Silizium-Quelle (Kieselsaeure/Silikat); bioverfuegbares Silizium ist an Bindegewebs-, Knochen- und Kollagen-Stoffwechsel beteiligt, wobei die Verfuegbarkeit stark von der chemischen Form abhaengt.
Bentonit
Bentonite
Quellfaehiges Smektit-Tonmineral (dioktaedrischer Montmorillonit) mit sehr grosser innerer Oberflaeche und Kationenaustauschkapazitaet; bindet im Darm physikalisch Wasser, Partikel und v. a. Aflatoxin B1.
Zeolith
Zeolite
Kristallines Alumosilikat mit poroeser Kaefigstruktur; bindet ueber Ionenaustausch und Adsorption v. a. Ammonium und Wasser und kann bioverfuegbares Silizium (Kieselsaeure) freisetzen.
Huminsäuren
Humic acids
Hochmolekulare Huminstoffe aus der Humifizierung (Leonardit/Torf); im Darm werden ihnen adsorbierende, film- und milieustabilisierende Eigenschaften zugeschrieben.
Fulvosäuren
Fulvic acids
Niedermolekulare, gut wasserloesliche Humusfraktion; wirkt als Traeger/Chelator von Mineralstoffen und ist deutlich loeslicher als Huminsaeuren.
Algenkalk
Lithothamnium calcareum
Ca-/Mg-reiches Skelett kalzifizierender Rotalgen (Lithothamnium); langsam loesliche Calciumquelle mit hoher Saeurepufferkapazitaet (Magen/Dickdarm).
Apfelessig
Apple Cider Vinegar
Fluessiges Ergaenzungsfuttermittel auf Essigsaeure-Basis, das als schmackhafter Traenk-/Rations-Zusatz eingesetzt wird und den pH im hinteren Verdauungstrakt geringfuegig senken kann.
Fermentierter Apfelessig
Fermented apple cider vinegar
Kurzprofil im AusbauNaturtrüber, ungefilterter Apfelessig mit Essigmutter, dessen Essigsäure durch verbliebene Fermentationsbestandteile ergänzt wird.
Sulforaphan
Sulforaphane
Kurzprofil im AusbauIsothiocyanat aus Kreuzbluetlern, das in Zellstudien den Nrf2-Signalweg und koerpereigene antioxidative Enzyme moduliert.
Ellagsäure
Ellagic acid
Kurzprofil im AusbauPolyphenol aus Beeren und Nuessen, das in vitro als Radikalfaenger und Metallchelator beschrieben wird.
Ferulasäure
Ferulic acid
Kurzprofil im AusbauHydroxyzimtsaeure aus Getreidekleie, die in vitro Radikale abfaengt und Lipide vor Oxidation schuetzt.
Kaffeesäure
Caffeic acid
Kurzprofil im AusbauHydroxyzimtsaeure (kein Koffein), die in vitro als Antioxidans und Radikalfaenger wirkt.
Chlorogensäure
Chlorogenic acid
Kurzprofil im AusbauEster aus Kaffee- und Chinasaeure (kein Koffein), der in vitro antioxidativ wirkt und den Glukosestoffwechsel moduliert.
Apigenin
Apigenin
Kurzprofil im AusbauFlavon aus Kamille und Petersilie, das in vitro antioxidativ wirkt und an GABA-A-Rezeptoren binden kann.
Luteolin
Luteolin
Kurzprofil im AusbauFlavon aus Kraeutern und Gemuese, das in vitro Radikale abfaengt und entzuendungsassoziierte Signalwege moduliert.
Hesperidin
Hesperidin
Kurzprofil im AusbauZitrus-Flavonoidglykosid, das in vitro antioxidativ wirkt und Gefaess- und Kapillarfunktion beeinflussen soll.
Naringin
Naringin
Kurzprofil im AusbauZitrus-Flavonoid (Grapefruit), das in vitro antioxidativ wirkt und arzneistoffabbauende Enzyme (CYP3A4) hemmen kann.
Kaempferol
Kaempferol
Kurzprofil im AusbauFlavonol aus Gemuese und Kraeutern, das in vitro Radikale abfaengt und Redox-Signalwege moduliert.
Catechine
Catechins
Kurzprofil im AusbauFlavan-3-ole aus Tee und Kakao, die in vitro als starke Radikalfaenger und Metallchelatoren wirken.
Epicatechine
Epicatechins
Kurzprofil im AusbauStereoisomere Flavan-3-ole aus Kakao und Tee, die in vitro antioxidativ wirken und die Gefaessfunktion beeinflussen sollen.
Gallussäure
Gallic acid
Kurzprofil im AusbauPhenolsaeure aus Galläpfeln und Tee, die in vitro als Radikalfaenger und Grundbaustein von Tanninen wirkt.
Betain
Betaine
Trimethylglycin (aus Zuckerruebe): organischer Osmolyt (zellulaere Osmoregulation/Hydratation) und Methylgruppendonor (spart Cholin, senkt Homocystein). Ergogene Effekte beim Pferd sind schwach belegt.
Inositol
myo-Inositol
myo-Inositol: zuckeralkohol-artiges Vitaminoid und Baustein zellulaerer Signalstoffe (Phosphoinositide). Wird von Saeugern inklusive Pferd endogen aus Glukose gebildet - diaetetischer Bedarf und Supplementierung beim gesunden Pferd sind in der Regel entbehrlich.
Hafer
Avena sativa
Klassisches Getreide-Kraftfutter mit relativ gut praezaekal verdaulicher Staerke - traditionelle Energiequelle fuer Arbeits- und Sportpferde, aber mit Staerke-/Magen-Risiko bei Ueberdosierung.
Gerste
Hordeum vulgare
Staerkereiches Getreide-Kraftfutter, dessen Staerke im Pferdeduenndarm schlechter aufgeschlossen wird als Hafer - nur aufgeschlossen (gequetscht/thermisch behandelt) und in kleinen Portionen sinnvoll.
Mais
Zea mays
Sehr staerke- und energiereiches Getreide. Kernrisiko: ohne thermischen Aufschluss ist die praezaekale (Duenndarm-)Staerkeverdaulichkeit gering - Staerkeueberlauf in den Dickdarm fuehrt zu mikrobieller Uebersaeuerung (Kolik-/Hufrehe-Risiko). Flocken/Extrudat/Micronisierung verbessern die Verdaulichkeit deutlich.
Reiskleie
Reisbran
Fett- und faserreiches Nebenprodukt der Reisverarbeitung; staerkearme, energiedichte Cool-Energy-Quelle mit Gamma-Oryzanol. Praxis-Knackpunkt: weites inverses Ca:P (viel Phosphor plus Phytat) - Kalziumausgleich noetig.
Weizenkleie
Wheat bran
Faserreiches Muehlen-Nebenprodukt der Weizenvermahlung mit stark phosphorbetontem Mineralprofil - traditioneller, aber nur begrenzt und ausbalanciert einsetzbarer Rationsbestandteil.
Haferkleie
Oat Bran
Randschichtfraktion des Hafers mit loeslichem Beta-Glucan, restlicher Staerke und viel Phosphor. Traditionell als warmer Mash eingesetzt - futterungstechnisch relevant ist vor allem das stark negative Ca:P-Verhaeltnis.
Leinkuchen
Leinexpeller
Pressrueckstand der Leinoelgewinnung - liefert Restoel mit hohem Anteil an Omega-3-Fettsaeure Alpha-Linolensaeure (ALA) sowie Protein und Schleimstoffe/Faser.
Sonnenblumenkuchen
Helianthus annuus
Proteinreicher Presskuchen (Expeller) der Oelsonnenblume; Protein- und Faserquelle. Aminosaeurenmuster: erstlimitierend an Lysin, vergleichsweise reich an schwefelhaltigen Aminosaeuren (Methionin/Cystin). Schalenanteil erhoeht den Rohfasergehalt.
Hanfpresskuchen
Cannabis sativa
Entoelter Presskuchen der Hanfsaat mit ca. 28-32 % Rohprotein, 9-12 % Restfett und hohem Faseranteil. Das Restfett hat ein guenstiges n-6:n-3-Verhaeltnis von rund 3:1 mit Anteilen an Gamma-Linolensaeure.
Sojaschrot
Glycine max
Extraktionsschrot der Sojabohne - die hochwertigste pflanzliche Proteinquelle fuer Pferde mit hohem, praececal gut verdaulichem Lysin- und Threoningehalt.
Erbsenprotein
Pisum sativum
Lysinreiches, sojafreies Leguminosen-Protein aus der Futtererbse - guter Lysinlieferant, jedoch methioninarm.
Lupinenprotein
Lupinus
Proteinreiches, staerkearmes Leguminosen-Konzentrat aus Suesslupinen (alkaloidarm) mit hohem Anteil fermentierbarer Faser - Bitterlupinen sind wegen Alkaloiden zu meiden.
Kartoffelprotein
Solanum tuberosum
Hochkonzentriertes Pflanzenprotein (ca. 75-85 % Rohprotein) aus der Kartoffelstaerke-Gewinnung mit vergleichsweise hohem, gut verfuegbarem Lysingehalt.
Reisprotein
Oryza sativa
Staerkearmes, gut vertraegliches (hypoallergenes) Pflanzenprotein aus Reis; als Getreideprotein jedoch lysinarm.
Kürbiskernprotein
Cucurbita pepo
Schmackhaftes, protein- und restfettreiches Presskuchen-/Konzentratmehl aus Kuerbiskernen mit allerdings unausgewogenem, lysin- und threoninarmem Aminosaeurenprofil.
Hanfprotein
Cannabis sativa
Protein- und ballaststoffreiches Konzentrat aus entoelten Hanfsamen (Speicherproteine Edestin/Albumin), staerkearm und mit gutem Mineralstoffgehalt.
Luzernecobs
Medicago sativa
Gepresste Luzerne: protein- und calciumreiches Strukturfutter mit hoher Pufferkapazitaet; das enthaltene Calcium und Protein wirken der Magensaeure kurzfristig entgegen.
Heucobs
Wiesenheucobs
Gepresstes, zerkleinertes Wiesenheu/Gras als einweichbare Raufutter-Alternative; eingeweicht deutlich staubreduziert - fuer Atemwegs- und Zahnpatienten.
Ruebenschnitzel
Beet pulp
Hochverdauliche, staerkearme 'Super-Faser' aus der Zuckerruebe (Pektin/Hemizellulose) - liefert Energie ueber Dickdarm-Fermentation ohne Staerkelast, muss aber vor der Gabe eingeweicht werden.
Apfeltrester
Apple pomace
Faserreiches Nebenprodukt der Apfelsaftpressung mit hohem Pektin-Anteil - schmackhafte, fermentierbare Faserquelle und Traeger fuer die Ration.
Yucca schidigera (Mojave-Palmlilie)
Yucca schidigera
Reich an Steroidsaponinen und Polyphenolen (Yuccaole); Saponine koennen Ammoniak binden, Polyphenole werden mit antioxidativen und entzuendungsbezogenen Effekten in Verbindung gebracht.
Moringa
Moringa oleifera
Naehrstoff- und polyphenolreiches BLATTmaterial (Protein, Mikronaehrstoffe, Flavonoide); antioxidative Effekte werden diskutiert - Wurzel, Rinde und Samen sind jedoch reproduktions-/toxikologisch kritisch.
Neem (Azadirachta indica)
Azadirachta indica A. Juss.
Limonoide Azadirachtin, Nimbidin und Nimbin; traditionell antiparasitaer/insektenabweisend - jedoch reproduktionstoxisch.
Baikal-Helmkraut
Scutellaria baicalensis
Kurzprofil im AusbauFlavone wie Baicalin und Wogonin; antioxidative und entzuendungsbezogene Effekte werden diskutiert.
Andrographis
Andrographis paniculata
Sehr bittere Blattdroge mit Diterpenlacton Andrographolid; in Human-/Nagermodellen immun- und entzuendungsmodulierend untersucht. Bitterkeit beeintraechtigt die Futterakzeptanz; reproduktionstoxische Tierdaten sind zu beachten.
Ashitaba
Angelica keiskei
Kurzprofil im AusbauChalkone (Xanthoangelol); antioxidative und stoffwechselbezogene Effekte werden diskutiert.
Gotu Kola (Centella asiatica)
Centella asiatica (L.) Urban
Pentazyklische Triterpene (Asiaticosid, Madecassosid, Asiat-/Madecassinsaeure); traditionell haut- und bindegewebsunterstuetzend.
Bacopa monnieri
Bacopa monnieri
Sumpfpflanze mit Triterpensaponinen (Bacoside A); in Human- und Nagerstudien kognitions- und stressbezogen untersucht, mit cholinergen (acetylcholinaehnlichen) Wirkkomponenten.
Katzenkralle (Cat's Claw)
Uncaria tomentosa
Kurzprofil im AusbauOxindol-Alkaloide und Polyphenole; immunmodulierende und entzuendungsbezogene Effekte werden diskutiert.
Hibiskus (Hibiscus sabdariffa)
Hibiscus sabdariffa L.
Anthocyane (Delphinidin-/Cyanidin-3-Sambubiosid) und organische Saeuren; traditionell diuretisch/kreislauffreundlich diskutiert.
Goldenseal / Kanadische Gelbwurz
Hydrastis canadensis
Kurzprofil im AusbauEnthaelt die Isochinolinalkaloide Berberin und Hydrastin mit Wirkung auf Schleimhaeute und glatte Muskulatur.
Black Cohosh / Traubensilberkerze
Actaea racemosa
Kurzprofil im AusbauTriterpenglykoside mit hormonartiger und uteruswirksamer Aktivitaet.
Blue Cohosh
Caulophyllum thalictroides
Kurzprofil im AusbauEnthaelt oxytocisch/uterusstimulierende Saponine und das nikotinartige Alkaloid N-Methylcytisin.
Oregon Grape Root
Mahonia aquifolium
Kurzprofil im AusbauBerberinreiche Wurzel mit schleimhautaktiven Isochinolinalkaloiden.
Wild Yam
Dioscorea villosa
Kurzprofil im AusbauEnthaelt das Steroidsaponin Diosgenin; eine koerpereigene Umwandlung in Steroidhormone findet nicht statt.
Red Clover / Rotklee
Trifolium pratense
Kurzprofil im AusbauIsoflavone binden phytooestrogen an Oestrogenrezeptoren.
Yellow Dock / Krauser Ampfer
Rumex crispus
Kurzprofil im AusbauEnthaelt laxierend wirkende Anthrachinone und calciumbindende Oxalate.
Poke Root / Kermesbeere
Phytolacca americana
Kurzprofil im AusbauEnthaelt toxische Triterpensaponine (Phytolaccatoxin) und mitogene Lektine.
Sarsaparilla
Smilax spp.
Kurzprofil im AusbauSteroidsaponine mit oberflaechenaktiven Eigenschaften.
Saw Palmetto (Serenoa repens)
Serenoa repens (Bartram) Small
Freie Fettsaeuren und Phytosterole hemmen die 5-alpha-Reduktase; hormonell (Androgenstoffwechsel) wirksam.
Black Walnut Hull
Juglans nigra
Kurzprofil im AusbauEnthaelt das Naphthochinon Juglon; Schwarznuss ist beim Pferd ein anerkannter Hufrehe-Ausloeser.
Chaparral
Larrea tridentata
Kurzprofil im AusbauEnthaelt Nordihydroguajaretsaeure (NDGA), die mit Lebertoxizitaet assoziiert ist.
Prickly Ash
Zanthoxylum americanum
Kurzprofil im AusbauEnthaelt Alkaloide und Cumarine mit lokalreizender, kreislaufstimulierend beschriebener Wirkung.
Wild Cherry Bark
Prunus serotina
Kurzprofil im AusbauEnthaelt cyanogene Glykoside (Prunasin), die enzymatisch Blausaeure (Cyanid) freisetzen koennen.
Mullein / Königskerze
Verbascum thapsus
Blaetter und Blueten der Koenigskerze enthalten Schleimpolysaccharide, Saponine sowie Phenylethanoidglykoside (Verbascosid) und Flavonoide. Traditionell wird die Kombination aus reizmilderndem Schleimfilm und saponinbedingter Sekretolyse im Atemwegskontext diskutiert.
Cleavers / Kletten-Labkraut
Galium aparine
Kurzprofil im AusbauEnthaelt Iridoide und Gerbstoffe; traditionell als mild harntreibendes 'Lymph-Kraut' verwendet.
Plantain Leaf / Wegerichblatt
Plantago lanceolata
Kurzprofil im AusbauSchleimstoffe, Iridoidglykoside (Aucubin) und Allantoin mit reizmildernden Eigenschaften an Schleimhaeuten.
Xanthophylle
Xanthophylls
Kurzprofil im AusbauSauerstoffhaltige Carotinoid-Farbstoffe (gelb-orange), deren antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Betalaine
Betalains
Kurzprofil im AusbauStickstoffhaltige rot-gelbe Pflanzenfarbstoffe (u.a. aus Roter Bete), deren antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Betanin
Betanin
Kurzprofil im AusbauRot-violettes Betacyan-Pigment (Hauptfarbstoff der Roten Bete), dessen antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Crocin
Crocine
Kurzprofil im AusbauWasserloesliches Apocarotinoid-Glykosid (Farbstoff aus Safran/Gardenie), dessen antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Crocetin
Crocetine
Kurzprofil im AusbauLipophiles Apocarotinoid-Aglykon (aus Safran), dessen antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Safran (Crocus sativus)
Crocus sativus L.
Apokarotinoide Crocin/Crocetin, Safranal und Picrocrocin; traditionell stimmungs- und antioxidativ diskutiert.
Lycopin-Komplex
Lycopene complex
Kurzprofil im AusbauNatuerlicher Carotinoid-Komplex (Lycopin plus Begleitcarotinoide, meist aus Tomaten), dessen radikalfangende Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Chlorophyllin
Natrium-Kupfer-Chlorophyllin
Kurzprofil im AusbauWasserloesliches, semisynthetisches Chlorophyll-Derivat (meist Kupfer-Komplex), dessen bindende und antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Phytoene
Phytoen
Kurzprofil im AusbauFarbloses Carotinoid-Vorstufenmolekuel, dessen UV-absorbierende und antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Phytofluene
Phytofluen
Kurzprofil im AusbauNahezu farbloses Carotinoid (Lycopin-Biosynthese-Zwischenstufe), dessen UV-absorbierende und antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Tannine
Tannins
Kurzprofil im AusbauPolyphenolische Pflanzenstoffe (Gerbstoffe), die Proteine faellen und lokal adstringierend wirken; antioxidativ diskutiert.
Ellagitannine
Ellagitannins
Kurzprofil im AusbauHydrolysierbare Tannine, die im Darm Ellagsaeure/Urolithine freisetzen und antioxidativ diskutiert werden.
Proanthocyanidine
Proanthocyanidins
Kurzprofil im AusbauKondensierte Tannine (Flavan-3-ol-Oligomere), deren radikalfangende und gefaessphysiologische Effekte in vitro diskutiert werden.
Isoflavone
Isoflavones
Kurzprofil im AusbauPolyphenolische Phytoestrogene mit struktureller Aehnlichkeit zu Oestradiol, deren schwache oestrogenrezeptor-modulierende Wirkung diskutiert wird.
Isoquercetin
Isoquercitrin
Kurzprofil im AusbauFlavonolglykosid (Quercetin + Glucose), das gegenueber dem Aglykon besser resorbierbar gilt und antioxidativ diskutiert wird.
Rosmarinsäure
Rosmarinic acid
Kurzprofil im AusbauPhenolsaeure-Ester (Kaffeesaeure-Derivat), dessen antioxidative und entzuendungsmodulierende Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Carnosolsäure
Carnosic acid
Kurzprofil im AusbauPhenolisches Diterpen aus Rosmarin/Salbei, dessen antioxidative Wirkung (auch als natuerliches Futter-Antioxidans) in vitro diskutiert wird.
Carnosol
Carnosol
Kurzprofil im AusbauDiterpen-Abbauprodukt der Carnosolsaeure, dessen antioxidative und entzuendungsmodulierende Effekte in vitro diskutiert werden.
Thymol
Thymol
Kurzprofil im AusbauMonoterpenoides Phenol aus aetherischen Oelen (Thymian), dessen antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Carvacrol
Carvacrol
Kurzprofil im AusbauMonoterpenoides Phenol (Isomer des Thymols) aus Oreganooel, dessen antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Menthol
Menthol
Kurzprofil im AusbauMonoterpen-Alkohol aus Pfefferminzoel, dessen kuehlend-counterirritierende (TRPM8-Aktivierung) Wahrnehmung physiologisch diskutiert wird.
Eugenol
Eugenol
Kurzprofil im AusbauPhenylpropanoid-Phenol aus Nelkenoel mit lokal reizenden bzw. lokalanaesthetisch diskutierten Eigenschaften; antimikrobiell/antioxidativ in vitro diskutiert.
Zingiberole
Zingiberol
Kurzprofil im AusbauSesquiterpenoide Aromastoffe des Ingwer-aetherischoels, deren Aroma-/verdauungsanregende Rolle traditionell diskutiert wird.
Gingerole
Gingerols
Kurzprofil im AusbauPhenolische Scharfstoffe des frischen Ingwers (TRPV1-Aktivierung), deren Waerme-/Schaerfe- und verdauungsanregende Effekte diskutiert werden.
Shogaole
Shogaols
Kurzprofil im AusbauScharfstoffe aus getrocknetem/erhitztem Ingwer (Dehydratationsprodukte der Gingerole), deren TRPV1-Schaerfe und antioxidative Effekte in vitro diskutiert werden.
Piperin
Piperine
Alkaloid des schwarzen Pfeffers und Bioverfuegbarkeits-Enhancer: hemmt Metabolismus- und Transportenzyme (UGT-Glucuronidierung, CYP3A4, P-Glykoprotein) und kann so Plasmaspiegel gleichzeitig gegebener Stoffe erhoehen.
Capsaicin
Capsaicin
Vanilloid-Scharfstoff der Chili und TRPV1-Agonist mit reizend-hypersensibilisierender und konzentrationsabhaengig analgetischer Wirkung - eine FEI Banned Substance und kein empfehlenswertes Ergaenzungsmittel fuer Turnierpferde.
Allicin
Allicin
Kurzprofil im AusbauSchwefelhaltiger Thiosulfinat-Wirkstoff aus frischem Knoblauch, dessen antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften in vitro diskutiert werden.
Alliin
Alliin
Kurzprofil im AusbauSchwefelhaltige Aminosaeure-Vorstufe des Allicins im intakten Knoblauch; wird bei Zellverletzung enzymatisch zu Allicin umgesetzt.
Glucane
Beta-Glucane
Kurzprofil im AusbauPolysaccharide aus Glucose-Einheiten (v.a. Beta-1,3/1,6-Glucane aus Hefe/Pilzen/Hafer), deren immunmodulierende Erkennung ueber Rezeptoren (Dectin-1) diskutiert wird.
Nukleotide
Nucleotides
Kurzprofil im AusbauBausteine von DNA/RNA, die als semi-essenzielle Nahrungskomponenten schnell teilende Gewebe wie Darmschleimhaut und Immunzellen mit Substrat versorgen.
Nukleoside
Nucleosides
Kurzprofil im AusbauBase-Zucker-Verbindungen ohne Phosphatrest, die als Vorstufen im Nukleotid-Stoffwechsel und beim Salvage-Pathway rasch teilender Zellen dienen.
Oligopeptide
Oligopeptides
Kurzkettige Aminosaeureketten (meist 2-10 Reste) aus enzymatischer Proteinhydrolyse; teils als bioaktive Fragmente vermarktet.
Pflanzenpeptide
Plant peptides
Aus pflanzlichen Proteinen (Huelsenfruechte, Getreide) enzymatisch freigesetzte kurze Peptide; in Modellsystemen teils bioaktiv.
Fermentationsmetaboliten
Fermentation metabolites
Kurzprofil im AusbauSammelbegriff für organische Säuren, Peptide, Vitamine und weitere Stoffwechselprodukte, die bei mikrobieller Fermentation von Substraten entstehen.
kurzkettige Fettsäuren
Short-chain fatty acids
Kurzprofil im AusbauOrganische Säuren mit weniger als sechs C-Atomen (v. a. Acetat, Propionat, Butyrat), die als Fermentationsprodukte der Darmflora Energie liefern und Kolonozyten als Substrat dienen.
Milchsäurebakterien-Metaboliten
Lactic acid bacteria metabolites
Kurzprofil im AusbauStoffwechselprodukte von Milchsäurebakterien (u. a. Milch- und Essigsäure, Bacteriocine, Exopolysaccharide), die das Darmmilieu ansäuern und teils antimikrobielle Eigenschaften zeigen.
Hefe-Metaboliten
Yeast metabolites
Kurzprofil im AusbauFermentations- und Zellwandprodukte von Hefen (v. a. Saccharomyces cerevisiae) wie Beta-Glucane, Mannan-Oligosaccharide, Nukleotide und B-Vitamine, die das Darmmilieu und die Faserfermentation adressieren.
Pflanzenfermente
Plant ferments
Kurzprofil im AusbauDurch mikrobielle Fermentation aufgeschlossene Pflanzenrohstoffe, deren Sekundärstoffe und Fermentationsprodukte teils veränderte Bioverfügbarkeit aufweisen.
postbiotische Metaboliten
Postbiotic metabolites
Kurzprofil im AusbauDefiniert als inaktivierte Mikroorganismen und/oder deren Stoffwechselprodukte (u. a. SCFA, Enzyme, Zellwandbestandteile), die ohne lebende Keime auf das Darmmilieu wirken sollen.
Camu Camu
Myrciaria dubia
Fruchtpulver mit extrem hohem natuerlichem Vitamin C und Polyphenolen; Humandaten antioxidativ. Das Pferd synthetisiert Vitamin C jedoch selbst.
Guarana
Paullinia cupana
Kurzprofil im AusbauSamen mit sehr hohem Koffeingehalt (Methylxanthin, ZNS-Stimulans).
Yerba Mate
Ilex paraguariensis
Kurzprofil im AusbauBlaetter mit Koffein und Theobromin (Methylxanthine, ZNS-Stimulans).
Pau d'Arco
Tabebuia impetiginosa
Kurzprofil im AusbauInnere Rinde mit Naphthochinonen (Lapachol, beta-Lapachon), traditionell als Aufguss verwendet.
Lapacho
Tabebuia spp.
Kurzprofil im AusbauRinden-Teedroge (Tabebuia), botanisch identisch mit Pau d'Arco, naphthochinonhaltig.
Muira Puama
Ptychopetalum olacoides
Kurzprofil im AusbauRinde/Wurzel mit Sterolen und Lupeol, traditionell als Tonikum verwendet.
Catuaba
Trichilia catigua
Kurzprofil im AusbauRinden-Droge (botanisch uneinheitlich), traditionell als Tonikum verwendet.
Açaí
Euterpe oleracea
Palmfrucht mit Cyanidin-Anthocyanen und Polyphenolen; in vitro und in Humanstudien antioxidativ diskutiert. Kontrollierte Pferdedaten fehlen.
Maqui
Aristotelia chilensis
Beere mit sehr hohen Delphinidin-Anthocyanen; in vitro stark antioxidativ, Humandaten zur Glykaemie. Pferdedaten fehlen.
Lucuma
Pouteria lucuma
Niedrig-glykaemisches Fruchtpulver mit Carotinoiden und Ballaststoffen; natuerliches Suessungs-/Traegermittel - bleibt aber ein Kohlenhydrat-/Zuckertraeger.
Chia südamerikanisch
Salvia hispanica
Kurzprofil im AusbauSamen mit hohem ALA-Omega-3-, Schleimstoff- und Ballaststoffgehalt.
Quinoa
Chenopodium quinoa
Kurzprofil im AusbauPseudogetreide mit hochwertigem Protein und Staerke; Saponine in der Samenschale.
Amaranth
Amaranthus caudatus
Kurzprofil im AusbauPseudogetreide mit Protein, Squalen und Mineralstoffen; rohe Koerner enthalten Antinutritiva.
Stevia
Stevia rebaudiana
Kurzprofil im AusbauBlatt mit Steviolglykosiden, kalorienfreies Suessungsmittel zur Akzeptanzverbesserung.
Mateblatt
Ilex paraguariensis
Kurzprofil im AusbauMate-Blattdroge, koffein- und theobrominhaltig (Methylxanthine, ZNS-Stimulans).
Copaiba
Copaifera spp.
Kurzprofil im AusbauOleoresin mit hohem beta-Caryophyllen-Anteil (Sesquiterpen).
Andiroba
Carapa guianensis
Kurzprofil im AusbauBitteres Samenoel mit Limonoiden (Andirobin), traditionell aeusserlich verwendet.
Babassu
Attalea speciosa
Kurzprofil im AusbauPalmkernoel, reich an Laurinsaeure und mittelkettigen Fettsaeuren.
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

