Wirkstoff-Profile
Aminosäure

Taurin

2-Aminoethansulfonsäure · Taurine

Wirkmechanismus

Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosulfonsäure (keine proteinogene Aminosäure) mit Funktionen in der Membran- und Calcium-Homöostase, als Antioxidans und als Neuromodulator; es kann an GABA-A- und Glycin-Rezeptoren modulierend wirken. In Beruhigungsergänzungen wird Taurin u.a. wegen dieses neuromodulatorischen Profils eingesetzt, häufig in Kombination mit Magnesium und Tryptophan. Eine eigenständige, kontrolliert belegte sedierende Wirkung beim Pferd ist nicht nachgewiesen; das Pferd kann Taurin zudem endogen synthetisieren. Wichtig: Die FEI hat Taurin als eine der calming-aktiven, GABA-agonistisch wirkenden Aminosäuren ausdrücklich benannt; der Status ist daher vor Wettkampf zwingend zu prüfen.

Vorsicht

  • · Eigenständige beruhigende Wirkung beim Pferd nicht belegt
  • · FEI hat Taurin als calming-aktive/GABA-agonistische Aminosäure benannt — Status vor Wettkampf zwingend prüfen
  • · Meist nur in Kombipräparaten; Gesamtformulierung beachten

Quellen

Review taurine neuromodulationReview Taurin als Neuromodulator (GABA/Glycin)
FEI EPSL 2024FEI Equine Prohibited Substances List 2024 — calming amino acids
PMID:14992278El Idrissi & Trenkner 2004 (Neurochem Res) — Taurin als Modulator der Neurotransmission

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.
Xenophon · Peri Hippikes (um 365 v. Chr.)

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