Lavendel
Lavandula angustifolia · Lavender
Wirkmechanismus
Das ätherische Lavendelöl enthält vor allem Linalool und Linalylacetat, denen anxiolytische Eigenschaften zugeschrieben werden. Beim Pferd existiert hier eine vergleichsweise gute, wenn auch kleine Studienlage zur Inhalation/Aromatherapie: Baldwin & Chea (2018) sowie Ferguson et al. (2013) zeigten nach Inhalation von Lavendelöl eine kurzfristige Verringerung von Stressparametern (Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität) in Stresssituationen. Die Effekte sind kurz und situativ; ein anhaltender oder oral vermittelter Beruhigungseffekt ist deutlich schwächer belegt. Die Anwendung erfolgt meist als Umgebungs-/Inhalationsanwendung, nicht primär als Fütterung. Da Lavendel topisch/inhalativ und nicht namentlich auf der EPSL steht, ist er nach aktuellem Stand für den Wettkampf nicht gelistet; bei sedierender Anwendungsabsicht ist der Status dennoch vorab zu prüfen.
Vorsicht
- · Belegte Wirkung v.a. inhalativ und kurzfristig, nicht oral
- · Ätherische Öle nicht unverdünnt in Schleimhautkontakt; Reizpotenzial
- · Bei gezielt sedierender Anwendung FEI-Status vor Wettkampf prüfen
Quellen
Produkte mit Lavendel
Wissens-Verknüpfungen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

