Teufelskralle
Harpagophytum procumbens
Wirkmechanismus
Die Sekundärwurzel der Teufelskralle enthält Iridoidglykoside, allen voran Harpagosid. Diese dämpfen im Modell COX-2- und LOX-vermittelte Entzündungsmediatoren sowie die Zytokin-Freisetzung. Wegen dieser pharmakologischen Wirkrichtung führt die FEI den Wirkstoff Harpagosid seit dem 1. Januar 2016 als Controlled Medication (Klasse B) — also als Stoff mit therapeutischem Wert, der die Leistung beeinflussen kann und im Wettkampf deshalb karenzpflichtig ist, außerhalb des Wettkampfs aber nicht verboten. Gelistet ist nicht die Pflanze, sondern ihr Inhaltsstoff: Maßgeblich ist der Harpagosid-Gehalt des jeweiligen Produkts, und der schwankt je nach Standardisierung erheblich. Eine FEI Detection Time ist für Harpagosid nicht veröffentlicht; die FEI weist ohnehin darauf hin, dass eine Detection Time keine Karenzzeit ist und die Karenz von der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt festzulegen ist.
Vorsicht
- · FEI: Harpagosid ist Controlled Medication (Klasse B) — im Wettkampf karenzpflichtig, außerhalb des Wettkampfs nicht verboten
- · Keine veröffentlichte FEI Detection Time für Harpagosid — die Karenzzeit legt die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt fest
- · Harpagosid-Gehalt schwankt produktabhängig; eine pauschale Karenzangabe ist daraus nicht ableitbar
- · Nationale Regelwerke (z. B. LPO/ADMR, APO) können abweichen — vor dem Start gesondert prüfen
- · Bitterstoffe regen die Magensaftsekretion an; bei magenempfindlichen Pferden zurückhaltend einsetzen
Quellen
Produkte mit Teufelskralle
Wissens-Verknüpfungen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.


