Wirkstoff-Profile
Phytotherapie

Hopfen

Humulus lupulus · Hops

Wirkmechanismus

Hopfenzapfen enthalten Bitterstoffe (Humulone, Lupulone) und das flüchtige 2-Methyl-3-buten-2-ol, das für die traditionell zugeschriebene sedierende und schlaffördernde Wirkung verantwortlich gemacht wird; diskutiert werden GABAerge und melatonin-modulierende Mechanismen (ESCOP/EMA-HMPC, v.a. Humandaten). Kontrollierte Wirksamkeits- und Pharmakokinetikstudien beim Pferd fehlen praktisch vollständig, weshalb eine belastbare Aussage zur oralen Wirkung beim Pferd nicht möglich ist. Traditionell wird Hopfen außerhalb des Wettkampfs in Beruhigungsmischungen verwendet. Wegen der zentral dämpfenden Wirkrichtung ist der FEI-Status vor Wettkampf zu prüfen.

Vorsicht

  • · Pferdespezifische Daten fehlen weitgehend; Wirkung nicht belegt
  • · Sedierende Wirkrichtung: FEI-Status vor Wettkampf prüfen
  • · Nicht mit anderen Sedativa kombinieren

Quellen

ESCOPESCOP-Monografie Lupuli flos
EMA/HMPC HumulusEMA/HMPC Assessment Report Humulus lupulus
FEI EPSL 2024FEI Equine Prohibited Substances List 2024

Produkte mit Hopfen

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Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.
Xenophon · Peri Hippikes (um 365 v. Chr.)

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