Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS, PLOD1)
Erbliche Bindegewebsstörung des Warmbluts durch eine Mutation im PLOD1-Gen (gestörte Kollagen-Vernetzung), autosomal-rezessiv vererbt. Betroffene homozygote Föten werden meist abortiert oder kommen mit extrem verletzlicher, einreißender Haut und überstreckbaren Gelenken zur Welt; die Form gilt als überwiegend letal. Anlageträger sind klinisch unauffällig und bei Warmblütern relativ häufig.
Tierarzt erforderlich
Diese Erkrankung gehört in die tierärztliche Diagnostik und Behandlung. Wirkstoffe sind allenfalls flankierend.
Vorrangig · Tierarzt & Management
Für die Zucht ist der Gentest beider Elterntiere (PLOD1) der entscheidende Hebel, um Anlageträger-x-Anlageträger-Verpaarungen zu vermeiden. Ein betroffenes Fohlen oder ein Abort gehört in tierärztliche Begleitung; WFFS ist nicht heilbar, tierschutzgerechte Entscheidungen stehen im Vordergrund.
Mögliche Ursachen
- · autosomal-rezessive Mutation PLOD1 c.2032G>A (Lysylhydroxylase-Defekt)
- · nur homozygot betroffene Föten/Fohlen; Anlageträger klinisch gesund
- · relativ hohe Anlageträgerfrequenz in Warmblut-Populationen beschrieben
- · überwiegend letaler Verlauf (Abort oder Euthanasie bei Geburt)
Unterstützende Wirkstoffe · Ergänzungsfuttermittel, keine Medikamente
Vorbeugung
Gentest der Warmblut-Zuchttiere und gezielte Anpaarung (kein Anlageträger x Anlageträger) verhindern betroffene Fohlen.
Equiterna ordnet ein
Equiterna behandelt WFFS sachlich und ehrlich als überwiegend letale Erbanlage: Der PLOD1-Gentest und durchdachtes Zuchtmanagement stehen klar im Vordergrund — Ergänzungsfuttermittel spielen keine Rolle.
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

