Krankheiten
NeurologieNotfall

Hydrozephalus (Friese, B3GALNT2)

Erbliche Entwicklungsstörung des Friesen mit krankhafter Ansammlung von Hirnwasser und stark vergrößertem Schädel des Fohlens, verursacht durch eine Mutation im B3GALNT2-Gen und autosomal-rezessiv vererbt. Betroffene Fohlen sind meist nicht lebensfähig (oft Totgeburt); der vergrößerte Kopf bedeutet zudem ein erhebliches Risiko für eine Schwergeburt (Dystokie) und damit eine Gefahr für die Stute.

Tierarzt erforderlich

Diese Erkrankung gehört in die tierärztliche Diagnostik und Behandlung. Wirkstoffe sind allenfalls flankierend.

Vorrangig · Tierarzt & Management

Bei Verdacht auf ein hydrozephales Fohlen ist die Geburt ein tierärztlicher Notfall — wegen der Dystokie-Gefahr für die Stute frühzeitig Tierarzt hinzuziehen. Die Erkrankung ist nicht heilbar und meist letal; für die Zucht ist der Anlageträger-Gentest der Elterntiere entscheidend.

Mögliche Ursachen

  • · autosomal-rezessive Nonsense-Mutation im B3GALNT2-Gen
  • · nur homozygot betroffene Fohlen; Anlageträger klinisch gesund
  • · Vorkommen beim Friesen (enge Zuchtbasis)
  • · vergrößerter Kopf als Ursache eines hohen Dystokie-Risikos

Unterstützende Wirkstoffe · Ergänzungsfuttermittel, keine Medikamente

Vorbeugung

Gentest der Friesen-Zuchttiere und das Vermeiden von Anlageträger-x-Anlageträger-Verpaarungen verhindern betroffene Fohlen und schützen die Stute vor risikoreichen Schwergeburten.

Equiterna ordnet ein

Equiterna begleitet den Friesen-Hydrozephalus sachlich und ehrlich: Der B3GALNT2-Gentest, Zuchtmanagement und der Schutz der Stute vor Dystokie stehen im Vordergrund — keine Heilversprechen, keine Wirkstoffrolle.

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.