Equine Protozoäre Myeloenzephalitis (EPM)
Die EPM ist eine durch Protozoen (meist Sarcocystis neurona, seltener Neospora hughesi) ausgelöste Entzündung von Gehirn und Rückenmark, die sehr unterschiedliche neurologische Ausfälle verursachen kann. GEOGRAFISCHER HINWEIS: EPM ist vor allem in Nord-, Mittel- und Südamerika verbreitet, weil ihr Endwirt — das Opossum — dort heimisch ist; in Europa und im DACH-Raum tritt sie praktisch nur bei importierten Pferden oder Reiserückkehrern auf, die sich zuvor in Amerika aufgehalten haben. Pferde infizieren sich über Futter oder Wasser, das mit Opossum-Kot verunreinigt ist, nicht von Pferd zu Pferd.
Tierarzt erforderlich
Diese Erkrankung gehört in die tierärztliche Diagnostik und Behandlung. Wirkstoffe sind allenfalls flankierend.
Vorrangig · Tierarzt & Management
Neurologische Auffälligkeiten sind ein dringlicher tierärztlicher Fall — die Diagnose erfolgt tierärztlich über die neurologische Untersuchung in Verbindung mit gezielter Labordiagnostik (Antikörper-Quotient Serum/Liquor) und dem Ausschluss anderer Ursachen wie Wobbler oder West-Nil-Virus. Bei der Anamnese ist der Reise-/Importstatus entscheidend; eine spezifische Behandlung gegen die Protozoen ist tierärztlich und verschreibungspflichtig.
Mögliche Ursachen
- · Protozoen Sarcocystis neurona (häufigste Ursache) oder Neospora hughesi
- · Aufnahme infektiöser Sporozysten über mit Opossum-Kot verunreinigtes Futter/Wasser
- · Endwirt Opossum (Didelphis spp.) — daher Verbreitung v. a. in Amerika
- · in Europa/DACH primär bei importierten Pferden oder nach Amerika-Aufenthalt; keine Ansteckung Pferd-zu-Pferd
Unterstützende Wirkstoffe · Ergänzungsfuttermittel, keine Medikamente
Vorbeugung
Im DACH-Raum steht die Aufmerksamkeit bei importierten Pferden und Reiserückkehrern im Vordergrund; in Verbreitungsgebieten zielt das Management auf das Fernhalten von Opossums und den Schutz von Futter- und Wasserstellen vor Wildtierkot.
Equiterna ordnet ein
Equiterna ordnet die EPM ausdrücklich geografisch ein: Sie ist im DACH-Raum keine alltägliche Diagnose, sondern fast immer ein Import- oder Reisethema — die neurologische und labordiagnostische Abklärung beim Tierarzt ist der Kern, Wirkstoffe begleiten allenfalls die Rekonvaleszenz.
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

