Wiesenschwingel
Festuca pratensis · Wiesen-Schwingel · Meadow fescue
Wirkmechanismus
Wiesenschwingel (Festuca pratensis) ist ein schmackhaftes, weichblaettriges Futtergras und regulaerer Heu-/Wiesenbestandteil. Der zentrale Sicherheitspunkt betrifft die Abgrenzung zum nah verwandten Rohrschwingel (Festuca arundinacea / Schedonorus arundinaceus): dieser ist haeufig mit dem Pilz-Endophyten Epichloe coenophiala besiedelt, der Ergopeptin-Alkaloide (v.a. Ergovalin) bildet. Diese sind vasoaktiv und wirken an equinen Gefaessen konstringierend (Klotz & McDowell 2017, J Anim Sci, PMID 29293720). Bei tragenden Stuten kann die Aufnahme endophyteninfizierten Rohrschwingels in den letzten Traechtigkeitswochen verlaengerte Traechtigkeit, Dystokie, Agalaktie/Dysgalaktie und dysmature Fohlen ausloesen (Evans & Romano 2024, Vet Clin North Am Equine Pract, PMID 38281896). Wiesenschwingel selbst gilt als unbedenklich; Ergotalkaloide koennen aber auch ueber Mutterkorn (Claviceps purpurea) in die Bluetenstaende von Graesern gelangen.
Vorsicht
- · Verwechslungs-/Verunreinigungsgefahr mit endophyten-infiziertem Rohrschwingel (Festuca arundinacea) - Ergovalin-Risiko.
- · Tragende Stuten: Fescue-Toxikose kann Traechtigkeit verlaengern und Milchbildung stoeren (verlaengerte Gestation, Agalaktie, dysmature Fohlen).
- · Mutterkorn (Claviceps purpurea) in Grasaehren meiden - ebenfalls Ergotalkaloide.
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
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