Tyrosin
Tyr · L-Tyrosin
Wirkmechanismus
Tyrosin entsteht durch Hydroxylierung von Phenylalanin und ist Ausgangsstoff fuer Dopamin/Noradrenalin/Adrenalin (geschwindigkeitsbestimmend: Tyrosinhydroxylase; Daubner et al. 2011, PMC3065393, doi:10.1016/j.abb.2010.12.017) sowie fuer die Schilddruesenhormone T3/T4 und Melanin (Wu 2009, PMID 19301095). Als bedingt essenzielle AS wird der Bedarf bei ausreichender Phenylalanin-Zufuhr gedeckt; eine gezielte Tyrosin-Gabe ist beim Pferd weder als bedarfsdeckend noch als leistungs- oder verhaltenswirksam belegt. Ableitungen zu 'Stressresistenz' oder Schilddruesenfunktion stammen aus anderen Spezies/Modellen und sind fuer Pferde spekulativ; NRC 2007 nennt keinen eigenstaendigen Tyrosinbedarf.
Vorsicht
- · Katecholamin-/Schilddruesen-/Beruhigungsbezug beim Pferd nur theoretisch, nicht belegt -> keine Wirkversprechen
- · Als Melaninvorstufe theoretischer Bezug zu Melanomen (Schimmel) - spekulativ
- · Keine Diagnose-/Heilaussagen
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

