Shatavari
Asparagus racemosus · Wilder Spargel · Queen of Herbs · Shatawari
Wirkmechanismus
Leitsubstanzen sind steroidale Saponine (Shatavarine I-IV, v. a. Shatavarin IV), begleitet von Flavonoiden (Quercetin, Kaempferol, Rutin) und Polyphenolen (Alok et al., Asian Pac J Trop Dis 2013, DOI 10.1016/S2222-1808(13)60049-3, PMC4027291). Shatavarin IV wird eine estrogenaehnliche Rezeptorwirkung und eine Foerderung der Prolaktinausschuettung zugeschrieben, woraus die traditionelle Nutzung als Galaktagogum abgeleitet wird. Der Wurzel werden zudem antioxidative, antiinflammatorische, immunmodulierende und adaptogene Eigenschaften zugeschrieben; eine randomisierte Humanstudie zeigte Effekte auf perimenopausale Symptome (Frontiers Reprod Health 2025, PMC12593836). Die Evidenz ist ueberwiegend praeklinisch (Nager, in vitro) plus einzelne Humanstudien; kontrollierte Studien beim Pferd fehlen vollstaendig. Wichtig: Im selben Review werden bei methanolischem Extrakt (100 mg/kg, 60 Tage) teratologische Signale im Nagermodell berichtet - fetale Resorption und Wachstumsretardierung -, was trotz traditioneller Laktationsnutzung zu Vorsicht mahnt.
Vorsicht
- · Phytoestrogen wirksam: Vorsicht in hormonabhaengigen Kontexten und bei Zuchtstuten
- · Teratologische Signale im Nagermodell berichtet - tragende Stuten meiden (trotz traditioneller Laktationsnutzung)
- · Moegliche Interaktion mit hormonell wirksamen oder blutzuckersenkenden Mitteln diskutiert
- · Datenlage beim Pferd fehlt vollstaendig - nur als Ergaenzungsfuttermittel, kein Reproduktionsanspruch
- · FEI: allgemeine Kraeuterprodukt-Warnung - vor Wettkampf abklaeren
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
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