Schwefel
S
Wirkmechanismus
Schwefel wird vom Pferd ganz überwiegend organisch gebunden über die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein aufgenommen. Aus Cystein gehen die Disulfidbrücken des Keratins hervor, die Huf, Fell und Mähne ihre Festigkeit geben; Schwefel ist außerdem in Glutathion, Biotin, Thiamin und in den schwefelhaltigen Glykosaminoglykanen des Bindegewebes enthalten. Da der Bedarf praktisch über das Proteinangebot der Ration gedeckt wird, steht in der Fütterung eher die Versorgung mit hochwertigem Protein bzw. Methionin im Vordergrund als die Gabe von anorganischem Schwefel.
Vorsicht
- · Bedarf über Protein/Methionin decken — anorganische Schwefelzulagen sind selten erforderlich
- · Hohe Gaben von elementarem Schwefel oder Sulfat können die Spurenelement-Resorption (u. a. Kupfer, Selen) beeinträchtigen
- · MSM ist eine eigenständige organische Schwefelverbindung und kein Ersatz für die Aminosäurenversorgung
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

