Safran (Crocus sativus)
Crocus sativus L. · Saffron · Croci stigma · Echter Safran
Wirkmechanismus
Die Narben enthalten die wasserloeslichen Apokarotinoide Crocin und Crocetin, das Monoterpenaldehyd Safranal und das Bitterglykosid Picrocrocin. Praeklinisch wirken Crocine als MAO-A/-B-Hemmer, Safranal als Antioxidans und Radikalfaenger; kontrollierte Humanstudien deuten auf stimmungsaufhellende Effekte (J Pharm Bioallied Sci 2018; pharmakologische Uebersichtsarbeit 2022). Antioxidative, neuroprotektive und kardioprotektive Aktivitaeten sind vielfach beschrieben. Beim Pferd fehlen kontrollierte Studien; hohe Dosen sind human toxisch. Einordnung: Ergaenzungsfuttermittel, kostspieliges Gewuerz mit stimmungs- und antioxidativer Tradition.
Vorsicht
- · Hohe Dosen human toxisch (>5 g Droge; sehr hohe Mengen potenziell abortiv/letal) - Sicherheitsabstand
- · NICHT bei tragenden Stuten (in Hochdosis traditionell emmenagog/uteruswirksam, abortiv beschrieben)
- · Moegliche Interaktion mit Antidepressiva/Sedativa
- · Kostenfaktor und Verfaelschungsrisiko der Droge
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

