Wirkstoff-Profile
Phytotherapie

Luzerne

Alfalfa · Medicago sativa

Wirkmechanismus

Luzerne ist ein Leguminosen-Raufutter mit im Vergleich zu Gras-Heu deutlich höherem Rohprotein- und Calciumgehalt sowie einem günstigen Aminosäurenprofil (insbesondere Lysin als erster limitierender Aminosäure). Diskutiert wird eine puffernde Wirkung im Magen durch den hohen Calcium- und Proteingehalt, die zur Abpufferung von Magensäure beitragen kann; die equine Datenlage hierzu ist begrenzt und teils widersprüchlich. Als Protein- und Calciumquelle ist Luzerne vor allem für Pferde mit erhöhtem Bedarf (Wachstum, Trächtigkeit/Laktation, Muskelaufbau) interessant, muss aber in die Gesamtration einbilanziert werden.

Vorsicht

  • · Hoher Calcium- und Proteingehalt — Ca:P-Verhältnis der Gesamtration (Ziel ~1,5–2:1) beachten
  • · Hoher Energiegehalt — bei leichtfuttrigen Pferden und EMS-/Übergewichts-Risiko zurückhaltend einsetzen
  • · Auf Futterqualität achten (Staub, Schimmel); ggf. bedampfen

Quellen

NRC 2007NRC — Nutrient Requirements of Horses (Protein-/Ca-Gehalt Leguminosen)
GfE 2014GfE — Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden
Nadeau et al. 2000Nadeau et al., Am J Vet Res — Diät/Alfalfa und Magenschleimhaut beim Pferd

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.
Xenophon · Peri Hippikes (um 365 v. Chr.)

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