Kalium
K
Wirkmechanismus
Kalium ist das mengenmäßig bedeutendste Kation im Zellinneren und steuert gemeinsam mit Natrium das Membranpotenzial, die neuromuskuläre Erregbarkeit und den osmotischen Wasserhaushalt. Raufutter (Gras, Heu) ist in der Regel reich an Kalium, sodass die Grundversorgung bei normaler Fütterung meist gedeckt ist. Relevant werden die Verluste über den Schweiß bei intensiver Arbeit, Hitze und langen Transporten — hier verliert das Pferd Kalium zusammen mit Natrium und Chlorid, weshalb der Ausgleich über die Elektrolytbilanz und nicht über Kalium allein erfolgt.
Vorsicht
- · Raufutterreiche Rationen decken den Bedarf meist; isolierte Kaliumgabe selten nötig
- · Schweißverluste betreffen Natrium/Chlorid/Kalium gemeinsam — als Elektrolytmischung ausgleichen
- · Bei der seltenen Erbkrankheit HYPP (QH-Linien) ist eine kaliumarme Ration tierärztlich indiziert — keine pauschale Kaliumzulage
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

