Granatapfel
Punica granatum
Wirkmechanismus
Granatapfel (Frucht, Saft, Schale) ist reich an Polyphenolen, vor allem Ellagitanninen wie Punicalagin sowie Anthocyanen. In Zellmodellen und Humanstudien werden antioxidative und radikalfangende Effekte beschrieben; die Ellagitannine werden im Darm teilweise zu Urolithinen verstoffwechselt, deren Bioverfügbarkeit individuell stark schwankt. Eine direkte Übertragung dieser Befunde auf das Pferd ist nicht belegt — kontrollierte equine Studien zur antioxidativen oder leistungsbezogenen Wirkung fehlen weitgehend. Aussagen bleiben daher auf den traditionellen Anwendungsrahmen und die mechanistische Plausibilität beschränkt.
Vorsicht
- · Hoher Gerbstoff-(Tannin-)Gehalt kann die Resorption anderer Nährstoffe und Spurenelemente beeinträchtigen
- · Zuckergehalt von Saft/Frucht bei EMS- und stoffwechselempfindlichen Pferden beachten
- · Equine Evidenz dünn — antioxidative Effekte überwiegend aus In-vitro- und Humandaten extrapoliert
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

