Wirkstoff-Profile
Phytotherapie

Granatapfel

Punica granatum

Wirkmechanismus

Granatapfel (Frucht, Saft, Schale) ist reich an Polyphenolen, vor allem Ellagitanninen wie Punicalagin sowie Anthocyanen. In Zellmodellen und Humanstudien werden antioxidative und radikalfangende Effekte beschrieben; die Ellagitannine werden im Darm teilweise zu Urolithinen verstoffwechselt, deren Bioverfügbarkeit individuell stark schwankt. Eine direkte Übertragung dieser Befunde auf das Pferd ist nicht belegt — kontrollierte equine Studien zur antioxidativen oder leistungsbezogenen Wirkung fehlen weitgehend. Aussagen bleiben daher auf den traditionellen Anwendungsrahmen und die mechanistische Plausibilität beschränkt.

Vorsicht

  • · Hoher Gerbstoff-(Tannin-)Gehalt kann die Resorption anderer Nährstoffe und Spurenelemente beeinträchtigen
  • · Zuckergehalt von Saft/Frucht bei EMS- und stoffwechselempfindlichen Pferden beachten
  • · Equine Evidenz dünn — antioxidative Effekte überwiegend aus In-vitro- und Humandaten extrapoliert

Quellen

PMID:18227908Seeram et al. 2008 (J Agric Food Chem) — Granatapfel-Polyphenole und antioxidative Kapazität (in vitro/Human)
EFSAEFSA — Bewertung gesundheitsbezogener Angaben zu Polyphenolen: keine belastbare Kausalität bestätigt

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.
Xenophon · Peri Hippikes (um 365 v. Chr.)

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