GLA (Gamma-Linolensäure)
C18:3 n-6 · Gamma-linolenic acid
Wirkmechanismus
Gamma-Linolensäure (C18:3 n-6) ist eine Omega-6-Fettsäure aus Borretsch-, Nachtkerzen- und Schwarze-Johannisbeer-Samenöl. Anders als die meisten n-6-Fettsäuren wirkt sie über einen paradox anti-entzündlichen Pfad: GLA wird rasch zu Dihomo-gamma-Linolensäure (DGLA) elongiert, aus der die weniger entzündlichen 1-Serien-Prostaglandine (u. a. PGE1) sowie 15-HETrE entstehen, während die weitere Umwandlung von DGLA zu Arachidonsäure begrenzt ist. Die Evidenz für diesen Mechanismus stammt überwiegend aus Human- und Kleintiermodellen (Hautbarriere, atopische Prozesse) und ist beim Pferd bislang nur sehr dünn belegt - kontrollierte equine Studien fehlen weitgehend. In Verbindung gebracht wird GLA mit dem Bereich der Hautbarriere- und Fellgesundheit. Wegen der starken Extrapolation aus fremden Spezies ist die Aussagekraft für das Pferd derzeit gering.
Vorsicht
- · Equine Evidenz sehr dünn - Wirkung überwiegend aus Human-/Kleintierdaten extrapoliert.
- · Als n-6-Fettsäure produktabhängig dosieren; ungünstig hohe Gesamt-n-6-Zufuhr und Kippen der n-6/n-3-Balance vermeiden.
- · Samenöle oxidieren; kühl lagern und Vitamin-E-Bedarf beachten.
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

