Ginseng
Panax ginseng
Wirkmechanismus
Ginseng (Panax ginseng) enthält Ginsenoside (Saponine), denen adaptogene Eigenschaften zugeschrieben werden; in der Humanmedizin werden Effekte auf Stresswahrnehmung, Ermüdung und Immunantwort diskutiert. Beim Pferd ist die Pharmakokinetik in Ansätzen untersucht — Ginsenoside sind nach oraler Gabe von rotem Ginseng im Plasma nachweisbar, und es existieren Nachweisverfahren für Ginsenoside im Pferdeurin (GC-MS/LC-MS) im Kontext der Dopinganalytik. Kontrollierte Wirksamkeitsbelege für klinische Endpunkte beim Pferd fehlen jedoch. Da Ginseng als potenziell leistungsbeeinflussend diskutiert wird und im Tiersport als missbrauchsrelevant gilt, ist der Status vor einem Wettkampf zwingend zu prüfen.
Vorsicht
- · Equine Wirksamkeitsevidenz für klinische Endpunkte fehlt
- · Leistungsbeeinflussend diskutiert und im Tiersport missbrauchsrelevant — FEI-/Turnier-Status vor Wettkampf zwingend prüfen (Ginsenoid-Nachweis möglich)
- · In Trächtigkeit/Laktation nicht ausreichend untersucht — meiden
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

