EPA (Eicosapentaensäure)
C20:5 n-3 · Eicosapentaenoic acid
Wirkmechanismus
Als langkettige n-3-Fettsäure wird EPA in Zellmembran-Phospholipide eingebaut und verdrängt dort Arachidonsäure (C20:4 n-6). Aus dem veränderten Substratpool entstehen bei Aktivierung weniger stark proinflammatorische 3-Serien-Prostaglandine/Thromboxane und 5-Serien-Leukotriene sowie EPA-abgeleitete Resolvine. Ein großer Teil der belastbaren mechanistischen Evidenz stammt aus Human- und Monogastrier-Modellen und wird auf das Pferd extrapoliert; einzelne kontrollierte equine Studien deuten auf eine Modulation von Entzündungsmarkern hin. In Verbindung gebracht wird eine marine EPA/DHA-Zufuhr mit dem Bereich der Gelenk- und Hautgesundheit, wobei Studiendesigns und Dosierungen heterogen sind. Pferde nehmen n-3 im Grundfutter primär als ALA aus Weidegras und Leinsaat auf; präformiertes EPA muss über marine Quellen (Fischöl, Algenöl) zugeführt werden, da die endogene Umwandlung aus ALA gering ist.
Vorsicht
- · Marine Öle oxidieren leicht (Ranzigkeit) - kühl, dunkel und frisch verfüttern.
- · Höhere PUFA-Zufuhr steigert den Vitamin-E-Bedarf; antioxidative Absicherung mitdenken.
- · Sehr hohe Dosen können Thrombozytenfunktion/Gerinnung beeinflussen (perioperativ relevant, equine Datenlage begrenzt).
- · Fischöl kann die Geschmacksakzeptanz mindern; Algenöl als Alternative.
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
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