Wirkstoff-Profile
Phytotherapie

Ellagitannine

Ellagitannins · hydrolysierbare Tannine · Ellagsaeure-Vorstufen

Kurzprofil im Ausbau — die fachliche Tiefe folgt schrittweise.

Wirkmechanismus

Ellagitannine sind hydrolysierbare Tannine (u.a. aus Granatapfel, Eiche, Beeren), die im Verdauungstrakt zu Ellagsaeure und mikrobiell zu Urolithinen umgesetzt werden. In vitro und in Humanstudien werden radikalfangende und redoxmodulierende Effekte der Metaboliten beschrieben. Speziesspezifische Pferdedaten fehlen; die Bildung von Urolithinen ist stark mikrobiom- und individuenabhaengig.

Vorsicht

  • · gehoeren zu den hydrolysierbaren Tanninen - hohe Gehalte antinutritiv/schleimhautreizend
  • · Metaboliten (Urolithine) stark mikrobiomabhaengig - Wirkung variabel
  • · Quelle beachten (z.B. Eichentannine fuer Pferde toxisch)

Quellen

VO (EG) 767/2009Verordnung (EG) Nr. 767/2009 - Inverkehrbringen und Verwendung von Futtermitteln

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.
Xenophon · Peri Hippikes (um 365 v. Chr.)

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