DHA (Docosahexaensäure)
C22:6 n-3 · Docosahexaenoic acid
Wirkmechanismus
DHA (C22:6 n-3) ist die längste und am stärksten ungesättigte n-3-Fettsäure und reichert sich bevorzugt in neuronalem Gewebe, Retina und Spermienmembranen an, wo sie Membranfluidität und Rezeptorumgebung mitbestimmt. Beim Hengst wird eine gezielte DHA-Zufuhr mit Parametern der Spermienqualität (Motilität, Membranintegrität nach Kühlung und Kryokonservierung) in Verbindung gebracht. Für neuronale und retinale Funktionen liegt die Hauptevidenz bei Human- und Labortiermodellen und wird auf das Pferd übertragen. DHA kann theoretisch aus ALA über EPA gebildet werden, doch die Konversionsrate ist beim Pferd wie bei anderen Spezies niedrig, sodass marine Quellen (Algenöl als pflanzliche Option, Fischöl) die verlässlichste Zufuhr präformierten DHA darstellen. Kontrollierte equine Langzeitdaten über die Reproduktionsanwendung hinaus sind begrenzt.
Vorsicht
- · Präformiertes DHA nur über marine Quellen/Algenöl verlässlich - ALA-Gabe hebt DHA-Gewebespiegel kaum.
- · Öle oxidieren rasch; kühl/dunkel lagern und den steigenden Vitamin-E-Bedarf abdecken.
- · In Semen-Studien beobachtete Effekte sind dosis- und produktspezifisch, nicht 1:1 auf andere Anwendungen übertragbar.
Quellen
Hinweis zur Verwendung
Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
“Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.”
Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.

