Wirkstoff-Profile
Aminosäure

Arginin

L-Arginin

Wirkmechanismus

Arginin ist Ausgangssubstrat der NO-Synthese (gefäßerweiternd, durchblutungsfördernd) und Zwischenglied des Harnstoffzyklus zur Ammoniakentgiftung. Beim Pferd gilt Arginin als semi-essenziell, da es teilweise selbst synthetisiert wird — ein diätetischer Bedarf ist daher nicht zuverlässig quantifiziert. Die equine Evidenz zu Leistung, Gefäßfunktion und Reproduktion ist uneinheitlich; belastbare Dosis-Wirkungs-Daten fehlen weitgehend.

Vorsicht

  • · Eigensynthese des Pferdes deckt den Bedarf oft mit — Zusatznutzen einer Supplementierung nicht gesichert
  • · Kein Ersatz für tierärztliche Abklärung bei Gefäß- oder Reproduktionsproblemen

Quellen

NRC 2007NRC — Nutrient Requirements of Horses (Aminosäuren, Proteinstoffwechsel)
GfE 2014GfE — Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden
Mok & UrschelMok & Urschel (Amino Acids) — Arginin- und Aminosäure-Metabolismus beim Pferd

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.
Xenophon · Peri Hippikes (um 365 v. Chr.)

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