Wirkstoff-Profile
Phytotherapie

Allicin

Allicin · Diallylthiosulfinat · Knoblauch-Wirkstoff

Kurzprofil im Ausbau — die fachliche Tiefe folgt schrittweise.

Wirkmechanismus

Allicin entsteht beim Zerkleinern von Knoblauch aus Alliin durch das Enzym Alliinase und ist ein reaktives, instabiles Thiosulfinat. In vitro werden antimikrobielle, antioxidative und gefaessmodulierende Effekte beschrieben. Kontrollierte Pferdedaten fehlen; wichtig ist die knoblauchspezifische Sicherheitsfrage: Schwefelverbindungen des Knoblauchs koennen bei hoeherer/dauerhafter Aufnahme oxidative Schaeden an Erythrozyten (Heinz-Koerper-Anaemie) verursachen.

Vorsicht

  • · Knoblauch-Schwefelverbindungen: dosis-/dauerabhaengig Heinz-Koerper-Anaemie beim Pferd moeglich
  • · chemisch instabil - Gehalt in Praeparaten schwankt stark
  • · starker Geruch/Geschmack kann Futteraufnahme beeinflussen

Quellen

VO (EG) 767/2009Verordnung (EG) Nr. 767/2009 - Inverkehrbringen und Verwendung von Futtermitteln

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Was unter Zwang geschieht, ist nicht edel.
Xenophon · Peri Hippikes (um 365 v. Chr.)

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