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Marismeño im Profil vor dunklem Grund
Iberer / Barock

Marismeño

eigenständig, robust, trittsicher

Herkunft
Marismas des Guadalquivir / Doñana, Andalusien
Stockmaß
145–155 cm
FreizeitWanderreitenArbeit am RindLandschaftspflege

Besonderheiten & Stärken

  • ✦halbwild in den Marschen gehalten — außergewöhnlich widerstandsfähig
  • ✦sicher im nassen, weichen Boden, in dem andere Pferde stecken bleiben
  • ✦extrem genügsam, kommt mit salzhaltiger Vegetation zurecht
  • ✦historisch bedeutsam als Vorfahre der amerikanischen Kolonialpferde

Rassetypische Prädispositionen

Sehr kleine Population

als gefährdete Rasse geführt — Inzuchtmanagement und Erhaltungszucht bestimmen die Zuchtarbeit

Dünne Forschungslage

zu rassespezifischen Erbdefekten liegen kaum Untersuchungen vor; das Fehlen von Befunden ist hier ausdrücklich keine Entwarnung

Neueste Erkenntnisse

Saca de las Yeguas als Zuchtereignis

laufend

Der jährliche Trieb der halbwilden Stuten aus der Doñana ist zugleich der Termin, an dem Bestand, Gesundheit und Nachzucht erfasst werden — eine der ältesten dokumentierten Zuchtpraktiken Europas.

Quelle · Doñana / Marismeño Erhaltungsprogramm

Bedeutung für die amerikanischen Rassen

laufend

Die Pferde der frühen Überfahrten nach Amerika stammten aus dieser Region; populationsgenetische Arbeiten sehen den Marismeño als eine der Wurzeln der Kolonialrassen.

Quelle · Iberian–American horse population genetics