Krankheiten
Atemwegemittel

Belastungsinduziertes Lungenbluten (EIPH, Exercise-Induced Pulmonary Hemorrhage)

Bei EIPH treten unter hoher Belastung Blutungen aus kleinen Lungengefäßen in die Atemwege auf, ausgelöst durch sehr hohe Drücke in den Lungenkapillaren bei intensiver Arbeit. Es betrifft vor allem Renn- und Hochleistungspferde und bleibt häufig unbemerkt, da nur ein Teil der Pferde sichtbares Nasenbluten zeigt.

Tierarzt erforderlich

Diese Erkrankung gehört in die tierärztliche Diagnostik und Behandlung. Wirkstoffe sind allenfalls flankierend.

Vorrangig · Tierarzt & Management

Die Diagnose erfolgt tierärztlich, meist per Endoskopie (ggf. mit Trachealspülung) nach Belastung. Belastungssteuerung, Behandlung begleitender Atemwegsentzündungen und gute Stallluft stehen im Vordergrund; medikamentöse Maßnahmen (z. B. Furosemid) sind ausschließlich tierärztlich und im Wettkampf FEI-/regelreglementiert zu beachten — kein Einsatz ohne tierärztliche und regelkonforme Abklärung.

Mögliche Ursachen

  • · sehr hohe pulmonale Kapillardrücke bei intensiver Belastung
  • · Renn-/Hochgeschwindigkeitsarbeit als Hauptfaktor
  • · begleitende Atemwegsentzündung diskutiert
  • · wiederholte Belastungsspitzen ohne ausreichende Erholung

Vorbeugung

Durchdachte Belastungssteuerung mit ausreichender Erholung, staubarme Haltung und das konsequente Managen begleitender Atemwegsentzündungen können die Belastung der Lungengefäße verringern.

Equiterna ordnet ein

Equiterna sieht EIPH im Zusammenspiel von Belastung, Atemwegsentzündung und Erholung — Diagnostik und der FEI-regulierte Bereich rund um Furosemid bleiben strikt tierärztlich.

Hinweis zur Verwendung

Diese Inhalte dienen der Information und Bildung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen konsultiere eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Equiterna ist eine Vermittlungsplattform für Pferde-Wissen, -Marktplatz und -Werkzeuge — kein Tierarzneimittel-Händler, keine Tierarzt-Praxis, keine Apotheke. Angaben zu Wirkstoffen sind studienattribuiert und ohne Heilversprechen. Rechtsrahmen: VO (EU) 2019/6 / TAMG (DE/AT), Futtermittel-VO (EG) 767/2009, FEI-Verbotsliste, HWG.