Kieselgur
Diatomeenerde · Diatomaceous Earth · Kieselerde · amorphes SiO2 · Diatomit
Mechanism
Kieselgur (Diatomeenerde) besteht aus dem amorphen SiO2-Skelett fossiler Kieselalgen. Der weit verbreitete Claim, Kieselgur wirke als 'natuerlicher Entwurmer', ist wissenschaftlich nicht belegt: kontrollierte Fuetterungsstudien an Nutztieren zeigten keine anthelmintische Wirkung (Fernandez et al. 1998, Anim Sci 66:635-641, Rinder; ebenso Studien an Schafen/Ziegen ohne Effekt auf die Eizahl im Kot). Fuer das Pferd existiert kein Wirksamkeitsnachweis - der Entwurmer-Claim ist als Mythos einzuordnen und darf die diagnostikbasierte (Kotprobe) Entwurmung nicht ersetzen. Gesundheitlich relevant ist der Staub: erhitzte (kalzinierte) Filterware kann kristallinen Quarz/Cristobalit enthalten, der bei Inhalation als Group-1-Kanzerogen gilt und Silikose verursachen kann (IARC Monographs Vol 68, 1997). Kieselgur ist zudem NICHT mit organisch gebundenem/loeslichem Silizium (Kieselsaeure) fuer den Bindegewebsstoffwechsel gleichzusetzen.
Cautions
- · 'Natuerlicher Entwurmer' ist NICHT belegt (Fernandez 1998; Studien an Schaf/Ziege ohne Effekt) - ersetzt keine kotprobenbasierte Entwurmung.
- · Staubgefahr: kristalliner Quarzanteil (v. a. kalzinierte Ware) ist bei Inhalation lungengaengig/kanzerogen (IARC Gruppe 1) - Staubmaske tragen, nicht in trockener, aufwirbelnder Anwendung.
- · Nicht mit organischem/loeslichem Silizium (Kieselsaeure) verwechseln.
Sources
Usage note
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“Nothing forced can ever be beautiful.”
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